77 Prozent der Deutschen für Suizid-Beihilfe von Ärzten

20. Oktober 2014, 12:23
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Für sieben von zehn käme bei unheilbarer Krankheit auch der eigene Selbstmord mit ärztlicher Begleitung infrage

Der Vorstoß mehrerer deutscher Abgeordneter für eine Freigabe der Suizid-Beihilfe durch Ärzte findet in der Bevölkerung breite Zustimmung. Einer von der "Bild am Sonntag" veröffentlichten repräsentativen Umfrage zufolge sind 77 Prozent der Deutschen dafür, dass es Ärzten generell erlaubt werden sollte, für schwerstkranke Patienten Sterbehilfe zu leisten. Nur 17 Prozent der Befragten sind dagegen.

Mehrheit dafür

Besonders groß ist die Zustimmung für die Freigabe der Beihilfe zum Selbstmord in Ostdeutschland, wo 86 Prozent dafür sind. Wird die Umfrage nach politischen Präferenzen ausgewertet, dann sind den Angaben zufolge Wähler von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) skeptischer als andere. Unter ihnen sind 67 Prozent für die Suizid-Beihilfe durch Ärzte, 26 Prozent sind dagegen.

Für 70 Prozent der Deutschen käme der Umfrage zufolge ein Selbstmord unter ärztlicher Begleitung infrage, wenn sie unheilbar krank sind. 21 Prozent lehnten dies für sich ab. Eine Gruppe von Abgeordneten der Großen Koalition hatte am Donnerstag ein Positionspapier vorgelegt, mit dem Ärzten künftig unter genau definierten Voraussetzungen ermöglicht werden soll, todkranken Menschen beim Suizid zu helfen.

Ein Verbot von Sterbehilfeorganisationen lehnen 77 Prozent der Deutschen ab. Nur 19 Prozent sprachen sich dafür aus. Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Emnid 501 Menschen. (APA, derStandard.at, 20.10.2014)

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