Erneut 20 Tote bei Kämpfen im Jemen

20. Oktober 2014, 11:08
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Auto in die Luft gesprengt - Offenbar zahlreiche Gefangene

Sanaa - Bei neuen Anschlägen und Kämpfen im Jemen sind laut Stammesvertretern in der Nacht zum Montag mindestens 20 schiitische Huthi-Rebellen getötet worden. Sunnitische Kämpfer des Al-Kaida-Ablegers Ansar al-Sharia hätten einen mit Sprengstoff beladenen Wagen vor einem Gebäude in Rada in der zentralen Provinz Baida in die Luft gesprengt. Das Gebäude war demnach von Huthi-Rebellen besetzt.

Bei dem Anschlag und Gefechten seien zwölf Rebellen gefangen genommen worden. Über Opfer auf Seiten der Al-Kaida-Extremisten wurde zunächst nichts bekannt. Den sunnitischen Milizen gelang des den Stammesvertretern zufolge, eine Nachschublinie der Huthi-Rebellen abzuschneiden. Die Schiiten waren in den vergangenen Tagen in die sunnitisch dominierte Region vorgedrungen.

Die schiitischen Huthi-Rebellen hatten im September am Rande der Hauptstadt Sanaa Protestlager errichtet, um ihrer Forderung nach Reformen und mehr Einfluss in der Regierung Nachdruck zu verleihen. Nach mehrtägigen Kämpfen brachten sie am 21. September dann die Hauptstadt ganz unter ihre Kontrolle. Zuletzt begannen sie, weiter nach Süden vorzurücken, ohne dass die Armee nennenswert Gegenwehr leistete. Stattdessen wuchs jedoch in den sunnitischen Gebieten der Widerstand der örtlichen Stammesmilizen. Fast täglich werden seitdem Kämpfe gemeldet. (APA, 20.10.2014)

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