Vater und Sohn starben bei Alpinunfall auf Hoher Wand

20. Oktober 2014, 10:49
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Familienausflug endete tragisch - Ein Fünfjähriger schwebt noch in Lebensgefahr

Höflein an der Hohen Wand - Tragisch hat am Sonntagnachmittag ein Ausflug einer vierköpfigen Familie aus Wien auf die Hohe Wand im südlichen Niederösterreich geendet. Der Vater (36) stürzte nach Polizeiangaben mit einem seiner Söhne (3) auf dem Rücken in den Tod. Ein fünfjähriger Bub wurde laut Bergrettung schwer verletzt von "Christophorus 9" in das Sozialmedizinische Zentrum Ost nach Wien transportiert und befindet sich in Lebensgefahr. "Sein Zustand ist kritisch stabil", sagte Christoph Mierau vom Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV).

Durch Seilgeländer durchgeschlüpft

Die Familie hatte gegen 14.30 Uhr vom Hubertushaus kommend über den Springlessteig im Gemeindegebiet von Höflein an der Hohen Wand (Bezirk Neunkirchen) nach Oberhöflein absteigen wollen. Polizeiangaben zufolge dürfte der Fünfjährige unter einem Seilgeländer durchgeschlüpft und über einen steilen Felsabbruch abgestürzt sein.

Der Vater wollte noch nach dem Kind greifen. Dabei verlor er das Gleichgewicht und stürzte mit dem Dreijährigen, der sich laut Bergrettung in einer Rückentrage befunden hatte, über steiles Gelände etwa 150 Meter ab. Beide blieben in einem unwegsamen Waldgelände liegen. Für den 36-Jährigen und den jüngeren Sohn der Familie kam jede Hilfe zu spät.

Mutter blieb unverletzt

Bei der Rettung des schwer verletzten anderen Buben halfen ein zufällig anwesender Notarzt und die Hubschrauber "Christophorus 3" und "9". Die Bergung der Toten nahm ein Hubschrauber des Innenministeriums vor. Die 36 Jahre alte Mutter blieb bei der Tragödie auf der Hohen Wand unverletzt.

Einfacher Klettersteig

Die von der Familie gewählte Route wird nach Angaben der Bergrettung in der Kletterführerliteratur als einfacher Klettersteig mit dem Schwierigkeitsgrad "A leicht" eingestuft. Einer Aussendung zufolge befinden sich in diesem Bereich angelehnte oder senkrechte Leitern und Eisenklammern zumeist in nicht sehr steilem Gelände, welches auch ohne Sicherungen leicht zu begehen wäre.

Für Jugendliche und Anfänger sei der Springlessteig "sehr gut geeignet", hieß es. Im Klettersteigführer Kurt Schall wird die Route nur als "beliebter Aufstiegsweg" zum Hubertushaus beschrieben und sogar mit einem Kinder-Smiley versehen. (APA, 20.10.2014)

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