Rohrbach und Berg stimmten für Fusion

19. Oktober 2014, 18:09
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Eindeutiges Ja in Rohrbach - Knappere Entscheidung in Berg

Berg bei Rohrbach/Rohrbach - Die Bewohner von Rohrbach und Berg in Oberösterreich haben am Sonntag in einer Volksbefragung für eine Fusion der Gemeinden gestimmt. In Rohrbach gab es mit 89 Prozent Zustimmung ein eindeutiges Votum. In Berg fiel die Entscheidung mit 58 Prozent Ja-Stimmen knapper aus, gab Landtagsabgeordnete und Leiterin des Arbeitskreises "Dialog Zukunft Rohrbach Berg" Ulrike Schwarz (Grüne) am Sonntag bekannt.

In Rohrbach stimmten nur elf Prozent dagegen, 42 Prozent entschieden sich in Berg gegen eine Zusammenlegung. In der Wahlbeteiligung unterschieden sich die Orte ebenfalls etwas: Während in Berg 77 Prozent der Stimmberechtigten den Gang zur Urne antraten, wollten mit 60 Prozent Wahlbeteiligung weniger Rohrbacher bei der Befragung dabei sein.

Gemeinderäte am Zug

Um die Fusion umzusetzen, müssen nun noch die Gemeinderäte beider Kommunen mit Zweidrittel-Mehrheit zustimmen. Der weitere Fahrplan sieht vor, dass im Juni 2015 ein Staatskommissär gemeinsam mit den Gemeindevorständen die Amtsgeschäfte übernimmt. Bei den Landtags- und Kommunalwahlen im September würden dann Bürgermeister und Gemeinderat der neuen Stadtgemeinde Berg-Rohrbach gewählt.

Kritisch sehen die Zusammenlegung offenbar die Berger Gemeindebediensteten, sie machten kurz vor der Befragung noch Stimmung dagegen. Als prominenter Fürsprecher war hingegen Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, ÖVP-Bezirksparteiobmann in Rohrbach, aufgetreten. Bereits Anfang September hatte sich die Bevölkerung der Gemeinden Aigen und Schlägl - ebenfalls im Bezirk Rohrbach - in einer Volksbefragung mit klarer Mehrheit für eine Fusion ausgesprochen. (APA, 19.10.2014)

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