Studie zu Asylwerberjobs gefordert

19. Oktober 2014, 18:08
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Offener Brief der Initiative gegen Unmenschlichkeit an Hundstorfer

Wien - In einem dem STANDARD vorliegenden offenen Brief an Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) appelliert die "Initiative gegen Unmenschlichkeit" an den Minister, Asylwerbern breiteren Arbeitsmarktzugang zu gewähren.

Wie berichtet, hatte sich Hundstorfer am Freitag unter Hinweis auf die steigenden Arbeitslosenzahlen diesbezüglich erneut skeptisch gezeigt. Davor hatte sich ÖGB-Chef Erich Foglar in einer Wortmeldung einer diesbezüglichen Liberalisierung "nicht verschließen" wollen, wenn sie für die Betroffenen eine "sinnvolle Erleichterung" darstelle. Hundstorfer kündigte jedoch ein Sozialpartnertreffen zu dem Thema an.

31.361 Unterzeichnende

Alle Flüchtlingsreferenten der Bundesländer, ÖGB und Arbeiterkammer sowie 31.361 Unterzeichner des seit 2013 existierenden Aufrufs der Initiative, unter ihnen rund 300 "namhafte Persönlichkeiten", würden sich für großzügigeren Asylwerber-Arbeitsmarktzugang aussprechen, bringen die Gründer der Initiative, Michael Kerbler und Ernst Löschner, vor.

Um die Auswirkungen einer breiteren Arbeitsmarktzulassung zu prüfen, solle das Sozialministerium eine "volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse" in Auftrag geben, schlägt der ehemalige Österreich-Direktor der französischen Geschäftsbank BNP Paribas, Löschner, darüber hinaus vor.

Aktion vor dem Ministerium

Die NGO SOS Mitmensch weist auf eine Umfrage im Auftrag des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR hin, laut der 54 Prozent aller Österreicher für besseren Asylwerber-Jobzugang seien. Nur 22 Prozent seien ablehnend. SOS Mitmensch hat für heute, Montag, vor dem Sozialministerium eine Info-Aktion angekündigt. (bri, DER STANDARD, 19.10.2014)

  • NGOs fordern von Sozialminister Rudolf Hundstorfer mehr Liberalität

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  • Der Offene Brief im Wortlaut

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