Behandlung von Hamburger Ebola-Patient könnte zwei Millionen Euro kosten

19. Oktober 2014, 14:20
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Direkte Behandlungskosten von geschätzten 300.000 Euro - Sekundärkosten für neues Röntgen- und Ultraschallgerät

Hamburg/Freetown/Conakry - Die Behandlungskosten für den im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) betreuten Ebola-Patienten könnten drastisch steigen. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, könnten sich die Ausgaben auf rund zwei Millionen Euro summieren.

"Wir haben es hier mit Extremkostenfällen zu tun, für die der finanzielle Gesamtaufwand kaum exakt zu beziffern ist", sagte Christian Gerloff, stellvertretender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE. Die direkten Behandlungskosten liegen "im Großen und Ganzen" bei den ursprünglich geschätzten 300.000 Euro, wie das UKE mitteilte. Diese werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) übernommen. Daneben seien jedoch Sekundärkosten zu berücksichtigen, erklärte Gerloff. "Der finanzielle Aufwand ist erheblich." So müssen dem Bericht zufolge etwa ein Ultraschallgerät und ein mobiles Röntgengerät ausgetauscht werden, weil sich der Patient während der Untersuchungen über die Apparaturen erbrochen hatte. Noch ist laut "Spiegel" offen, wie die Mehrausgaben finanziert werden sollen.

Der WHO-Mitarbeiter war im August als erster Ebola-Patient nach Deutschland geflogen worden. Fünf Wochen später konnte der Arzt aus dem Senegal das Krankenhaus gesund verlassen. Das UKE stehe "hundertprozentig" zu seiner Entscheidung, den Mann aus Westafrika behandelt zu haben, erklärte Gerloff. (APA, 19.10.2014)

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