USA und vier EU-Länder für sofortiges Ende der Kämpfe in Libyen

19. Oktober 2014, 13:53
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Drohung mit individuellen Strafmaßnahmen

Washington - Die USA und vier europäische Länder haben am Samstag das "sofortige Ende" der Kämpfe in Libyen gefordert. In einer in Washington veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien wurde sogleich den Verantwortlichen für das Blutvergießen in dem nordafrikanischen Land mit Strafen gedroht.

"Diejenigen, die den Frieden, die Stabilität oder die Sicherheit in Libyen bedrohen oder den politischen Prozess behindern oder untergraben", müssten mit "Strafmaßnahmen" rechnen, heißt es in der Erklärung.

In dem nordafrikanischen Land hat die Armee eine Offensive gestartet, um die von islamistischen Milizen gehaltene Hauptstadt Tripolis und die östliche Stadt Benghazi zurückzuerobern. Bei den Kämpfen in Benghazi wurden am Samstag nach Krankenhausangaben acht Menschen getötet. Seit dem Beginn der Offensive des von der Armee unterstützten Generals im Ruhestand, Khalifa Haftar, gegen Benghazi am Mittwoch wurden 66 Menschen getötet. Benghazi wird seit Juli von Islamisten der Gruppe Ansar al-Sharia kontrolliert.

Seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in Libyen ein Dauerkonflikt rivalisierender Milizen. (APA, 19.10.2014)

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