Apple Pay: Deutscher Berater warnt Banken vor "Beelzebub"

19. Oktober 2014, 11:50
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Deutsche Sparkassen an Lösung für kontaktloses Bezahlen interessiert

Am Montag startet in den USA Apples neues Bezahlsystem. Mit Apple Pay können Kunden mit ihrem iPhone und iPad, später auch mit der Apple Watch kontaktlos bezahlen. Auch in Deutschland sind Banken an dem neuen System interessiert. Wie der Spiegel vorab berichtet, will der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mit Apple zusammenarbeiten. Die Pläne stoßen jedoch auf Kritik.

Sehr an Zusammenarbeit interessiert

"Wenn das System in Deutschland eingeführt wird, kommt Apple an den Sparkassen nicht vorbei", so DSGV-Expertin Sibylle Strack. Man sei sehr an einer Zusammenarbeit interessiert. In den USA kooperiert Apple bereits mit mehrere Großbanken und Kreditkarteninstituten, darunter Visa, Mastercard und American Express.

Warnung an Banken

Allerdings wird auch Kritik an Apple Pay laut. So warnt Rüdiger Filbry von der Beratungsgesellschaft BCG laut dem Magazin davor, dass Banken "ein Spiel mit dem Beelzebub" treiben würden. Apple werde neben Zahlungen noch weitere Bankgeschäft anbieten wollen. Banken müssten sich jedoch "als Gruppe im Zahlungsverkehr gegen Angebote von außen" abschotten.

Wann Apple Pay in Europa verfügbar ist, hat das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben. (red, derStandard.at, 19.10.2014)

  • Am 20. Oktober startet Apple Pay in den USA.
    foto: ap photo/marcio jose sanchez

    Am 20. Oktober startet Apple Pay in den USA.

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