Bayern schenken Werder sechs Mal ein

19. Oktober 2014, 11:25
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Münchner zerlegen das Tabellenschlusslicht mit 6:0, Alaba leicht verletzt - Köln besiegt Dortmund mit 2:1 - Harnik und Klein treffen bei Stuttgarter Aufholjagd

Die ÖFB-Teamspieler Florian Klein und Martin Harnik haben dem VfB Stuttgart am Samstag in der deutschen Fußball-Bundesliga mit ihren jeweils ersten Saisontoren einen Punkt gerettet. Die Stuttgarter holten nach 0:3-Pausenrückstand gegen Bayer Leverkusen noch ein 3:3. Ein Erfolgserlebnis gab es auch für Trainer Peter Stöger, dessen 1. FC Köln sich gegen Borussia Dortmund mit 2:1 durchsetzte.

Für Dortmund war es bereits die dritte Niederlage in Folge. Auf Tabellenführer Bayern München fehlen 13 Punkte. Die Bayern stürzten Werder Bremen noch tiefer in die sportliche Krise. Der Meister fertigte das Schlusslicht zu Hause mit 6:0 (4:0) ab. Die Bayern liegen damit weiter vier Punkte vor Borussia Mönchengladbach an der Spitze, die Bremer sind auch nach acht Ligarunden sieglos.

Auweh

David Alaba war bei den Bayern an zwei Treffern direkt beteiligt, spielte aber nur 45 Minuten. Der 22-Jährige hätte "einen Schlag" auf das Bein abbekommen, erklärte Bayern-Trainer Pep Guardiola. Alaba wurde zur Pause durch Juan Bernat ersetzt. Guardiola bezeichnete die Auswechslung des Wieners als Vorsichtsmaßnahme.

Alaba war wegen der Blessur bereits in der ersten Hälfte behandelt worden. Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt habe ihm daraufhin in der Pause beim Stand von 4:0 geraten, den Österreicher besser nicht mehr weiterspielen zu lassen, berichtete Guardiola.

Eine Alaba-Flanke leitete Thomas Müller auf Philipp Lahm weiter. Der Bayern-Kapitän erzielte daraufhin sein erstes von zwei Toren (20., 79.). Auch Weltmeister-Kollege Mario Götze traf im Doppelpack (45., 83.) - bei seinem ersten Tor nach Pass von Alaba.

Auf der Gegenseite machte Sebastian Prödl eine unglückliche Figur. Erst sprang der Werder-Verteidiger bei einem Freistoß wie mehrere seiner Kollegen in der Mauer. Bayern-Neuzugang Xabi Alonso schoss unter Prödl hindurch zu seinem ersten Ligator ein (27.). Wenig später brachte der Österreicher an der Strafraumgrenze Müller zu Fall. Den umstrittenen Elfmeter verwertete dieser selbst (43.).

Gladbacher Höhenflug, Dortmunder Krise

Zlatko Junuzovic kam im Mittelfeld der Bremer nicht wirklich zur Geltung, auf der Gegenseite gab nach der Pause Franck Ribery ein Comeback. Als einziges Team neben den Bremern ist auch Freiburg noch sieglos. Die Breisgauer unterlagen Wolfsburg zu Hause 0:1. Mönchengladbach siegte in Hannover (ÖFB-Teamtorhüter Robert Almer auf der Bank) mit 3:0. Kapitän Martin Stranzl spielte beim ersten Bayern-Jäger in der Innenverteidigung durch.

Köln bejubelte mit Innenverteidiger Kevin Wimmer den ersten Heimsieg seit der Rückkehr ins Oberhaus - und das noch dazu gegen Dortmund. Kevin Vogt (40.) und Simon Zoller (74.) erzielten die Tore für das Stöger-Team, das zuvor in drei Heimspielen vergeblich auf einen Treffer gewartet hatte. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Ciro Immobile war für Dortmund zu wenig. Erstmals in sechs Jahren unter Trainer Jürgen Klopp setzte es für den Vizemeister drei Liganiederlagen in Serie.

Stuttgarter Lebenszeichen

Stuttgart drehte eine packende Partie auch dank seiner beiden Österreicher. Klein hatte ungewohnt als Linksverteidiger begonnen. Nach der Pause rückte der Oberösterreicher auf seine angestammte rechte Seite, erzielte prompt ein Tor und ein Assist. Das 1:3 durch Timo Werner bereitete Klein per Flanke vor (57.). Sein Treffer zum 2:3, ein satter Schuss aus 20 Metern, war sein erster in der deutschen Bundesliga (67.).

Harnik gelang nach einer Freistoßflanke per Kopf aus kurzer Distanz der umjubelte Ausgleich (76.). In der Schlussphase ließ er sogar noch den Matchball aus. Stuttgart verließ durch den Punkt vorerst die Abstiegszone. Besser ergeht es Mainz. Die Mainzer sind nach einem 2:1-Heimsieg gegen Augsburg weiter ungeschlagen und bereits Dritter. Julian Baumgartlinger spielte im zentralen Mittelfeld durch und war einer der stärksten Akteure.

Erfolgreiches Di-Matteo-Debüt

Roberto Di Matteo hat ein gelungenes Debüt als Trainer von Schalke 04 gegeben. Die Gelsenkirchner setzten sich zu Hause gegen Hertha BSC Berlin mit 2:0 (1:0) durch und verbesserten sich auf den achten Tabellenplatz. Auf Spitzenreiter Bayern München fehlen neun Punkte. Die Tore erzielten Klaas-Jan Huntelaar (19.) und Julian Draxler (65.).

Di Matteo, 2012 mit Chelsea Champions-League-Sieger, war vergangene Woche Jens Keller nachgefolgt. ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs agierte auch beim neuen Chefcoach links in der Viererabwehrkette. Der 28-Jährige spielte durch und rettete einmal knapp vor der Linie (15.). Die Schalker sind zu Hause in der Liga noch ungeschlagen. Am Dienstag geht es in der Champions League mit einem Heimspiel gegen Sporting Lissabon weiter. (APA, 18.10.2014)

  • Leicht.
    foto: reuters/rehle

    Leicht.

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