NSA-Technikchef arbeitet bei privater IT-Sicherheitsfirma mit

18. Oktober 2014, 16:58
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Diese gehört Ex-NSA-Chef Keith Alexander - der Fall wird nun intern geprüft

NSA-Cheftechniker Patrick Dowd soll bis zu 20 Stunden bei der privaten Sicherheitsfirma von Ex-NSA-Direktor Keith Alexander mitarbeiten. Alexander war im März von seiner Geheimdienst-Position ausgeschieden und gründete daraufhin ein eigenes Unternehmen namens Firma Ironnet Cybersecurity, das sich der Beratung bei IT-Sicherheitsfragen verschrieben hat. Bis zu eine Million Dollar im Monat soll Alexander etwa verlangen, um Banken bei derartigen Fragen zu betreuen.

Enge Verzahnung von Privatwirtschaft und öffentlichen Geheimdiensten

Zwar wurde Dowds Mitarbeit von der NSA-Spitze bewilligt, nun soll diese allerdings geprüft werden. Prinzipiell gibt es nämlich in den USA eine enge Verflechtung zwischen Privatwirtschaft und öffentlichen Geheimdiensten. Die CIA unterstützt beispielsweise etliche High-Tech-Firmen, während einige Ex-NSA-Mitarbeiter nach ihrer öffentlichen Tätigkeit mit der gesammelten Expertise ein privates Sicherheitsunternehmen gründen.

Sowas hat es zuvor noch nicht gegeben

Dass NSA-Mitarbeiter aber während ihrer Zeit beim öffentlichen Dienst auch privat anheuern, habe es bisher noch nicht gegeben, weshalb der Fall nun geprüft wird. Gegenüber dem Guardian gab Alexander an, dass die Bevölkerung von Dodws Mitarbeit profitiert. "Ich hatte das Gefühl, dass es schlecht für die NSA und unser Land ist, wenn er die Regierung verlässt", so der Ex-NSA-Chef weiters. (dk, derStandard.at, 18.10.2014)

  • Der Technikchef der NSA ist zweigleisig unterwegs.
    foto: ap/semansky

    Der Technikchef der NSA ist zweigleisig unterwegs.

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