Wolf will mit Schelling über Kemler-Ablöse parlieren

18. Oktober 2014, 15:25
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ÖIAG-Präsident Sigfried Wolf will sich nicht an öffentlichen Spekulationen beteiligen

ÖIAG-Präsident Sigfried Wolf will sich in Sachen ÖIAG und OMV nicht an öffentlichen Personal-Spekulationen beteiligen, erklärte er im ORF-Radio. In der kommenden Woche werde er mit Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) ein vertrauliches Gespräch über die Zukunft von ÖIAG-Chef Rudolf Kemler führen, so Wolf. Schelling hat sich zuletzt eher für einen vorzeitigen Abgang Kemlers ausgesprochen. Wolf gibt sich zuversichtlich, dass es dabei zu einer gemeinsamen Lösung kommen werde. Er werde natürlich die Meinung des Finanzministers und Eigentümervertreters respektieren.

Zu der Frage, warum der Vertrag von OMV-Chef Gerhard Roiss noch im Vorjahr verlängert wurde, obwohl schon seit 16 Monaten die Probleme im Unternehmen bekannt waren, erklärt Wolf, dass man sich die Frage stellen müsse, ob das richtig war. Er werde sich darüber mit den betroffenen Personen selbst unterhalten, so Wolf.

Was die Reform der ÖIAG betrifft, so wünscht sich Wolf den Aufbau neuer Strukturen, die unabhängig von Personen erfolgen, erklärt er im ORF-Radio. Offen zeigte sich Wolf gegenüber einer Ausdehnung der ÖIAG-Agenden auf weitere staatsnahe Unternehmen, wie sie zuletzt diskutiert worden war. Bei einer umfassenden Strukturänderung sollte der Mehrwert für Österreich im Vordergrund stehen, so der ÖIAG-Präsident. (

Der stv. Grüne Klubobmann Werner Kogler zeigt sich hingegen mit Wolfs "überraschend perspektivlosen" Ausführungen wenig zufrieden, wie er in einer Aussendung kundtut. Er hält Wolf für den "falschen Mann in der ÖIAG". Was Kogler besonders sauer aufstößt ist, "wie Wolf das von der ÖIAG zu verantwortende Milliarden-Desaster der OMV und der Telekom heruntergespielt" habe. (red, derStandard.at, 18.10.2014)

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