Hochmotivierte Rapid gegen tüftelnde Admira

17. Oktober 2014, 15:40
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Aber Barisic warnt vor "unangenehmem Gegner" - Admira experimentierte zuletzt mit Dreierkette und arbeitete an Verbesserung des Offensivspiels

Wien/Maria Enzersdorf - Nach der zweiwöchigen Länderspielpause kehrt Rapid voller Zuversicht in den Alltag der Bundesliga zurück. Der Nationalteam-Unterbrechung im September ließen die Hütteldorfer vier Siege in fünf Pflichtspielen folgen - nun soll sich dieser Trend auch am Samstag im Heimspiel gegen die Admira fortsetzen.

Trainer Zoran Barisic zeigte sich optimistisch, dass die Aufwärtstendenz der vergangenen Wochen anhält. "Weil der Charakter der Mannschaft und die Gruppendynamik stimmt, und die Art und Weise, wie die Spieler mit der Konkurrenzsituation innerhalb des Kaders umgehen", erklärte der Wiener.

Allerdings warte auf seine Truppe ein äußerst unangenehmer Gegner, betonte Barisic. "Die Admiraner werden sicher versuchen, etwas auszutüfteln, um gegen uns etwas zu holen", vermutete der 44-Jährige.

Defensiv-Experimente

Tatsächlich spekulieren die Admiraner offenbar mit dem Wechsel zu einer Abwehr-Dreierkette. "Wir müssen schauen, dass wir gegen Rapid im Zentrum besser stehen als zuletzt", forderte Trainer Walter Knaller.

Auch Rapid testete zuletzt eine Variante mit drei Innenverteidigern. "Wir wollen dorthin kommen, auf gewisse Umstände schnell reagieren zu können, und dazu gehört eine Systemumstellung. Die Mannschaft ist intelligent und kann Dinge schnell umsetzen", sagte Barisic, der gegen die Admira aber wohl nicht auf diese taktische Option zurückgreifen wird.

Der Rapid-Coach sinnt auf Revanche für das seiner Meinung nach unglückliche 1:1 im ersten Saisonduell mit der Admira in Maria Enzersdorf. "Dieses Match hätten wir gewinnen müssen. Das haben wir noch immer im Kopf, dementsprechend motiviert sind wir."

Prophet Schwab

Mittelfeldspieler Stefan Schwab kann seinem Trainer einige Tipps geben, immerhin spielte er bis vergangenen Sommer für die Admira. "Natürlich tauscht man sich aus. Man weiß ein paar Sachen, die einem weiterhelfen können", sagte der 24-Jährige, der angriffslustige Niederösterreicher erwartet. "Es wird sicher keine 0:0-Partie werden", prophezeite Schwab.

Admira nützte die Länderspielpause vor allem zur Verbesserung des Offensivspiels. "Zuletzt haben wir uns zu wenig im gegnerischen Drittel festsetzen können", bemängelte Knaller, dessen Team aus den vergangenen drei Runden nur einen Punkt holte und gegen Rapid seit 2006 auswärts sieglos ist.

Der Admira-Chefcoach zeigte vor den Rapidlern großen Respekt. "Sie versuchen immer, über den Spielaufbau zum Erfolg zu kommen, haben gute Offensivspieler und sind stark bei Standards. Aber in der Defensive sind sie in der einen oder anderen Situation zu erwischen."

Rund um das 150. Liga-Heimspiel Rapids im Prater (Bilanz: 76 Siege, 31 Remis, 42 Niederlagen) wird die Zusammenarbeit von Rapid mit der gemeinnützigen Organisation "Heartbeat Foundation" präsentiert. Ziel der Initiative ist es, Bewusstsein im Kampf gegen den plötzlichen Herztod zu schaffen.

Coach Barisic hat zwar keine Herzprobleme, dafür aber eine ordentliche Schramme beim rechten Auge. "Ich bin zu Hause einen halben Meter zu früh abgebogen und habe den Kampf gegen die Mauer verloren", berichtete der Rapid-Coach. (APA, 17.10.2014)

SK Rapid Wien - FC Admira Wacker Mödling (Wien, Ernst-Happel-Stadion, Samstag, 18.30 Uhr, SR Ouschan). Bisheriges Saisonergebnis: 1:1 (a). 2013/14: 0:2 (a), 4:2 (h), 1:2 (a), 0:0 (h)

Rapid: Novota - Pavelic, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Petsos, Schwab - Schaub, S. Hofmann, F. Kainz - Beric

Ersatz: Maric - Stangl, M. Hofmann, Wydra, Grahovac, Schobesberger, Grozurek, Prosenik

Es fehlen: Alar (rekonvaleszent nach Mittelfußknochenbruch), Behrendt (Mittelfußknochenbruch), Kuen (Adduktorenverletzung), Schimpelsberger (Kreuzbandriss)

Fraglich: Wydra (Schlag auf Schienbeinkopf)

Admira: Leitner - Ebner, Windbichler, Katzer - Zwierschitz, Lackner, Auer - Ouedraogo, Knasmüllner, Bajrami - B. Sulimani

Ersatz: Kuttin - Schößwendter, Wessely, R. Schicker, Egho, Wostry, Yavuz

Es fehlen: Toth (Einriss der Hüftgelenkskapsel), Sax (nach Schulteroperation noch nicht im Kader), Schachner (Achillessehnenprobleme), T. Weber (nach Knieverletzung noch nicht im Kader), Domoraud (Muskelverletzung), Burusic (Patellaluxation), Thürauer (Seitenbandzerrung)

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