Stöger steht vor Duell mit Klopp

17. Oktober 2014, 14:32
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Der 1. FC Köln empfängt am Samstag Borussia Dortmund - Schalke-Interesse an Wimmer - Bayern haben Bremen zu Gast

In der 8. Runde der deutschen Bundesliga kommt es am Samstag bei 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund zum Duell zweier Nachzügler. Während das bei Aufsteiger Köln (14.) eher den Erwartungen vor der Saison entspricht, kündigte der BVB (13.) einen Neustart an.

Trainer Jürgen Klopp kann dabei vor allem auf die Rückkehr einiger zuletzt verletzter Akteure setzen. Marco Reus, Henrik Mkhitaryan und vor allem der Langzeitverletzte Ilkay Gündogan konnten in der Länderspielpause wieder an die Mannschaft herangeführt werden. Mit dem Einsatz des ein oder anderen Rekonvaleszenten soll ein Schritt aus der sportlichen Krise gesetzt werden.

Stöger erhält Rückendeckung

Für Köln gab es zuletzt erstmals unter Peter Stöger drei Niederlagen in Folge, was die bislang euphorische Zuneigung der Fans zum Österreicher erstmals härter auf die Probe stellt. Bisher scheint das Verhältnis noch intakt. Und auch im Verein ist man weiterhin vollkommen zufrieden mit dem Trainer. "Wir bewerten Peter Stöger nicht anhand von einzelnen Ergebnissen, sondern danach, was er macht, wie er arbeitet und wie er mit dem Material umgeht, das zur Verfügung steht. Und da macht er einen richtig guten Job.", sagte Vizepräsident Toni Schumacher der Bild-Zeitung. Das Saisonziel bleibe Platz 15.

Stöger ortet die Probleme bei ärgerlichen, aber den Einzelnen betreffenden Fehlern. "Ich habe nicht gesehen, dass wir wahnsinnig offen standen. Du darfst solche individuellen Fehler nicht machen", sagte er dem kicker.

An seinem 21-jährigen Stamm-Innenverteidiger und ÖFB-Teamspieler Kevin Wimmer soll es laut dem Kölner "Express" Interesse von Schalke 04 geben. "Ich habe hier noch sehr lange Vertrag", sagte Wimmer, der von den Gerüchten aber gehört habe. In der Bundesliga läuft der Kontrakt noch bis 2019, sonst bis 2018. "Das ist eine sehr lange Zeit, das lässt mich ruhig schlafen", sagte Stöger.

Bayern empfangen Krisen-Bremer

In München kommt es ebenfalls am Samstag zu einem kleinen Österreicher-Treffen. Bayern München empfängt Werder Bremen, David Alaba, Sebastian Prödl und Zlatko Junuzovic gelten jeweils als gesetzt. Während Bayern einmal mehr gelassen von der Tabellenspitze blicken kann und sich auf eine mögliche Rückkehr von Franck Ribery in den Kader freut, steht Werder am anderen Ende der Tabelle. Die Kräfteverhältnisse scheinen also klar. Werder-Trainer Robin Dutt betonte, man habe diesmal sicher "nichts zu verlieren". Er verglich seine Chancen mit jenen von Irland beim Länderspiel in Deutschland (das überraschend 1:1 endete).

An der Weser ist der rigorose Sparkurs aufgrund der sportlichen Talfahrt ein kontroverses Thema. In den vergangenen Tagen überschlugen sich im Verein die Ereignisse. Marco Bode ersetzt Langzeit-Aufsichtsratvorsitzenden Willi Lemke, der als Verkörperung der "Keine Schulden"-Politik galt. Medien spekulierten über eine mögliche Verpflichtung von Costa Ricas WM-Held Bryan Ruiz. Diese war immerhin im Sommer an Lemke gescheitert. "Ich weiß nicht, ob Marco Bode noch ein paar Koffer mit Geld mitbringen kann", verwies Sportdirektor Thomas Eichin auf die unverändert schwierige finanzielle Situation.

Teamspieler hoffen auf Einsätze

Julian Baumgartlinger empfängt mit Mainz den FC Augsburg. Schalke 04 mit Christian Fuchs bekommt am Samstagabend Besuch von Hertha BSC. Erstmals sitzt Roberto Di Matteo als Trainer auf der Gelsenkirchner Bank. Der ÖFB-Teamspieler zeigte sich zuletzt in verbesserter Form und hofft ebenso auf einen Einsatz, wie Martin Harnik und Florian Klein beim schwierigen Heimspiel gegen Roger Schmidts Bayer Leverkusen. Bei Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach wird Martin Stranzl spielen.

Der in den letzten Monaten an einer Atemwegsinfektion laborierende Philipp Zulechner konnte in der Länderspielpause bei einem Testspiel des SC Freiburg gegen Young Boys Bern spielen und kam zuletzt bei den Amateuren zum Einsatz. Ob er zuhause gegen den Vfl Wolfsburg zum zweiten Saisoneinsatz kommt, bleibt abzuwarten.

Keine Österreicher werden in den Sonntagsspielen zwischen dem HSV und dem Tabellenzweiten Hoffenheim sowie Paderborn gegen Frankfurt zum Einsatz kommen. (red, derStandard.at, 17.10.2014)

  • Peter Stöger muss an seiner Mannschaft tüfteln
    foto: apa

    Peter Stöger muss an seiner Mannschaft tüfteln

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