"The Evil Within": Schlechter Port verhindert 1080p mit 60 FPS am PC

17. Oktober 2014, 13:06
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Selbst mit Highend-Gamingrechner nicht erzielbar – Grafik geht nicht über Konsolenniveau hinaus

Eine der ersten Beschwerden zur PC-Umsetzung von "The Evil Within" betraf die grafische Wiedergabe des Spiels. Der Titel lief mit fix festgesetzten 30 Bildern pro Sekunde, was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass es sich um die Portierung eines hauptsächlich für Konsolen entwickelten Spiels handelt.

Bethesda hat nun ein Tool nachgereicht, mit dem sich der Framelock nachträglich aufheben lässt. Bei Eurogamer ist man nun der Frage nachgegangen, ob das Horrorgame auch in 1.920 x 1.080 Pixel bei konstanten 60 Bildern pro Sekunde gespielt werden kann.

Selbst Highend-Rechner überfordert

Die kurze Antwort ist: Nein. Das Spiel auf einem Einsteiger-Spielerechner mit Core i3-4130 CPU und einer GTX 750 Ti-Grafikkarte lässt sich das Spielerlebnis der PS4 bereits recht gut reproduzieren. Auch flüssige 30 FPS sind in höherer Auflösung mit etwas besseren GPUs kein Problem.

Doch sechzig Bilder pro Sekunde in Full-HD waren selbst auf einem Gamingrechner mit auf 4,3 GHz übertaktetem Core i7-3770-Prozessor, 16 GB Arbeitsspeicher und einer Geforce GTX 980 nicht dauerhaft zu erzielen. Zwar gelang die Wiedergabe an vielen Stellen mit dem Maximalwert, doch wurde das Erlebnis oft von Einbrüchen unterschiedlicher Dauer getrübt. Auch AMDs Radeon R9 290X scheiterte an dieser Aufgabe. Dies verwundert insofern, als dass der Titel mit der id Tech 5 Engine umgesetzt wurde, die auf 60FPS-Wiedergabe getrimmt ist.

digitalfoundry

Grafikprobleme

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Darstellungsqualität von "The Evil Within" nicht merklich verbessern lässt, wobei es abseits von Auflösung und Antialiasing ohnehin keine Möglichkeiten gibt. Und auch die Änderung der Einstellungen zur Kantenglättung ändert nichts am Auftreten entsprechender Fehler im Spiel.

Optimierung offenbar in Arbeit

Bethesda hat im Vorfeld bereits gewarnt, dass die Verwendung des Unlocktools zu Problemen führen könnte. Gleichzeitig scheint man aber auch an einer massiven Optimierung der PC-Version des Gruselspiels zu arbeiten, die dringend notwendig scheint. Bis ein entsprechender Patch verfügbar ist, präsentiert sich "The Evil Within" laut Eurogamer als technisch enttäuschende Konsolenportierung. (gpi, derStandard.at, 17.10.2014)

  • Selbst auf einem Highendrechner läuft "The Evil Within" weder in schönerer Grafik, noch konstant mit 60 FPS.
    foto: bethesda

    Selbst auf einem Highendrechner läuft "The Evil Within" weder in schönerer Grafik, noch konstant mit 60 FPS.

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