Falscher Arzt behandelte in Bayern Frauen mit Botox und Silikon

17. Oktober 2014, 12:12
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Er hatte mehr als 80 Patienten - den Fall ins Rollen brachte eine besorgte Mutter aus Österreich

Ein falscher Arzt soll an mehr als 80 Patienten Schönheitseingriffe vorgenommen haben. Der 30-Jährige sei in Regensburg festgenommen worden, teilten die zuständige deutsche Staatsanwaltschaft und die Polizei mit. Den Falls ins Rollen brachte eine besorgte Mutter aus Österreich.

Gefälschte Dokumente

Die besorgte Frau hatte Zweifel an der Richtigkeit der Angaben zur Approbation des Mannes und ließ diese bei den zuständigen Behörden prüfen. Der Mann habe mit gefälschten Dokumenten und Urkunden seine zumeist weiblichen Patientinnen, die ihn über Internetplattformen kontaktiert hatten, getäuscht. Gegen Barzahlung habe der 30-Jährige vor allem die Gesichter der Frauen mit Silikon und Botox in seinen Wohnungen in Regensburg und Hannover behandelt. In einigen Fällen traten dabei Komplikationen auf.

Unter den Patientinnen war auch die Tochter der Österreicherin. Die Frau ließ eine Behandlung durchführen, die Mutter machte sich daraufhin Sorgen, ob der von der Tochter genannte Arzt auch ein Mediziner ist, sagte ein Polizeisprecher der APA. Daraufhin ließ sie den falschen Arzt überprüfen.

Laut den bisherigen Ermittlungen hat der Mann in der Zeit von Mitte 2013 bis zu seiner Inhaftierung im September 2014 überwiegend Gesichts-Behandlungen durchführte. Der 30-Jährige befindet sich bereits seit Anfang September in einer Justizvollzugsanstalt. (APA, derStandard.at, 17.10.2014)

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