Japan plant Magnetzug mit 500 km/h

17. Oktober 2014, 11:16
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Japan will ein neues Zeitalter für Hochgeschwindigkeitszüge einläuten, das Mammutprojekt könnte demnächst starten

Tokio - Die Hightech-Nation Japan will ein neues Zeitalter für Hochgeschwindigkeitszüge einläuten. Eine Magnetschwebebahn mit 500 Kilometern in der Stunde soll zum Jahr 2027 die Hauptstadt Tokio mit der Industriestadt Nagoya verbinden.

Die Regierung gab der Bahngesellschaft Central Japan Railway (JR Tokai) am Freitag grünes Licht zum Bau der Trasse. Bis 2045 soll die Strecke bis zur Millionenstadt Osaka ausgebaut werden. Die Gesamtkosten für das Mammutprojekt werden mit neun Billionen Yen (66 Milliarden Euro) veranschlagt. Mit den Bauarbeiten wird möglicherweise noch in diesem Monat begonnen.

Japan will damit an eine gute Tradition anschließen: Als erster seiner Art nahm der blau-weiße Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen kurz vor den Olympischen Spielen in Tokio 1964 seinen Betrieb auf. Mit der neuen Linie soll die Reisezeit zwischen den beiden Städten auf nur noch gut eine Stunde verkürzt wird, das wäre nicht einmal halb so lange wie bisher – mit einer Geschwindigkeit, die fast 200 Kilometer pro Stunde höher ist, als der Shinkansen heute.Es wäre das erste Projekt, bei dem eine Magnetschwebebahn zwei Städte verbindet. (APA/red, derStandard.at, 17.10.2014)

  • 66 Milliarden Euro ist Tokio das Mammutprojekt wert.
    foto: epa/handout

    66 Milliarden Euro ist Tokio das Mammutprojekt wert.

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