Exhumierungen nach Hinweis auf gefälschtes Testament in Innsbruck

17. Oktober 2014, 10:43
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Arzt könnte 1995 für Tod zweier Patienten verantwortlich gewesen sein

Innsbruck - Gleich drei mysteriöse Todesfälle beschäftigen die Innsbrucker Staatsanwaltschaft und die Polizei. So könnte ein Arzt verantwortlich sein für den Tod eines 60-Jährigen und dessen Mutter - im Jahr 1995. Nachdem der Mediziner mit dem Vorwurf konfrontiert worden sei, habe sich dieser das Leben genommen, bestätigte Staatsanwalt Hansjörg Mayr am Freitag einen Bericht der "Tiroler Tageszeitung".

Vor "wenigen Wochen" habe die Exhumierung der beiden Leichen und dann die Obduktion stattgefunden, sagte Mayr zur APA. Man habe vor allem untersuchen wollen, ob von dem damaligen Hausarzt der 1995 Verstorbenen Medikamente verabreicht worden seien, die nicht zur Behandlung der Patienten gehört hatten.

Zum Ergebnis der Obduktion wollte Mayr nichts sagen. Die Ermittlungen seien vorerst noch nicht abgeschlossen.

Hausarzt erbte Zinshaus

Nutznießer des Todes der beiden Patienten war in ein einem Testament letztlich der Hausarzt, der unter anderem in Wien ein Zinshaus geerbt habe. Vor wenigen Wochen sei bei der Polizei ein Hinweis eingegangen, dass das Testament gefälscht worden sein soll. Daraufhin seien die Leichen exhumiert und der Mediziner befragt worden. Wenig später habe sich der Arzt dann umgebracht. (APA, 17.10.2014)

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