Misshandlungsvorwürfe in Münchner Flüchtlingsheim

16. Oktober 2014, 17:56
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Mitarbeiter des Sicherheitspersonals sollen Insassen getreten und geschlagen haben

München - Die Polizei in München geht Misshandlungsvorwürfen gegen das Sicherheitspersonal in der überfüllten Flüchtlingsunterkunft der bayerischen Landeshauptstadt nach. Aufgrund von Berichten des Bayerischen Rundfunks habe die Kriminalpolizei Ermittlungen aufgenommen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Im Raume stehe der Verdacht auf Körperverletzungsdelikte wie Schläge und Tritte von Mitarbeitern des Sicherheitspersonals gegen Flüchtlinge. Wie der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf zwei Zeugen - einen jungen Syrer und einen jungen Palästinenser - berichtete, sollen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Flüchtlinge mit den Füßen getreten haben, die in der völlig überfüllten Erstaufnahmeunterkunft Bayernkaserne unter freiem Himmel auf dem Boden schlafen mussten.

Beleidigungen

Der aus Syrien stammende Mann habe zudem von Beleidigungen berichtet. Die Polizei ermittelt zudem gegen einen Wachmann, der in der vergangenen Woche eine Asylbewerberin mit einem Schlag verletzt haben soll. Zu diesem Zwischenfall war es gekommen, als Flüchtlinge gegen die Zustände in ihrer Unterkunft protestiert hatten.

Die Zustände in der Bayernkaserne sind seit längerer Zeit chaotisch. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte am Montag an der Landesregierung vorbei einen Aufnahmestopp in der Bayernkaserne verfügt, damit sich die Lage in der Erstaufnahmeeinrichtung nicht noch weiter zuspitzt. (APA, 16.10.2014)

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