Österreichs Frauen sind gestresst

16. Oktober 2014, 15:10
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Umfrage der SPÖ-Frauen: Erst mit höherem Alter bessert sich die Situation - Nationaler Aktionsplan für Frauengesundheit geplant

Wien - In absehbarer Zeit soll es in Österreich einen nationalen Aktionsplan für Frauengesundheit geben. Die Notwendigkeit dafür sieht Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) auch in den Ergebnissen einer Umfrage der SPÖ-Frauen. Demnach fühlt sich beispielsweise mehr als die Hälfte der Frauen im Alter bis zu 60 Jahren gestresst.

Die Ministerin erklärte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien: "Gesundheit wird bei den Frauen groß geschrieben. Frauen achten auf ihre Gesundheit." Die SPÖ-Frauenorganisation hat zwischen Juli und September dieses Jahres per Fragebogen die Einstellung der Frauen zu Gesundheitsthemen für drei Altersgruppen (bis 29, zwischen 29 und 59 Jahre und ab 60 Jahre) erhoben. Die Daten von 2.061 Teilnehmerinnen wurden ausgewertet.

46 Prozent betreiben regelmäßig Sport

85 Prozent aller Befragten sagten, dass sie auf ihre Gesundheit schauen. 76 Prozent gaben an, auf gesunde Ernährung zu achten. Allerdings betreiben nur 46 Prozent regelmäßig Sport, der Rest wenig bis gar keinen, so die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin, Andrea Brunner. "59 Prozent der jüngsten Altersgruppe und 54 Prozent der mittleren Altersgruppe sagen, dass sie im Alltagsleben unter Stress leiden."

Gabriele Heinisch-Hosek will - 62 Prozent der Befragten erklärten, sie würden eine Behandlung bei einer Gynäkologin jener bei einem Gynäkologen vorziehen - dass die Österreichische Ärztekammer mehr Frauen auf den dafür vorgesehenen Kassenstellen zulässt. Außerdem will die Ministerin die Ärzte-Standesvertretung dazu bringen, ein eigenes Diplom für Gender-Medizin zu schaffen. (APA, 16.10.2014)

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