Asylreferenten treffen am Sonntag in Kärnten zusammen

16. Oktober 2014, 11:12
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Konzept von Innenministerin Mikl-Leitner wird diskutiert - Politischer Widerstand in Gemeinden soll abgebaut werden

Klagenfurt/Wien - Die Flüchtlingsreferenten aller Bundesländer kommen am Sonntag erneut in Kärnten zu einer Konferenz zusammen. Das Treffen ist notwendig, damit die Ländervertreter das im September von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) vorgelegte Konzept im Detail diskutieren können. Die Entscheidungen sollen dann bei der Landeshauptleutekonferenz im November fallen.

Der derzeitige Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), appellierte im Vorfeld erneut an die Solidarität der Bevölkerung. Um die Akzeptanz von Asylquartieren zu erhöhen, werden auch Gemeinde- und Städtebund einbezogen. Damit soll der politische Widerstand abgebaut werden, der sich in vielen Kommunen regt, sobald bekannt wird, dass sie Asylwerber beherbergen sollen. Der Kärntner Gemeindebundpräsident Ferdinand Vouk (SPÖ) betonte, es sei zugesagt worden, dass bei konkreten Ideen die Gemeindechefs sofort eingebunden und die Bürger durch Veranstaltungen informiert werden.

Mikl-Leitners Modell für eine Neuordnung der Erstaufnahme sieht eine automatische Verteilung der Asylwerber auf die Länder nach einem Schlüssel vor. Über dieses Konzept wird am Sonntag ebenso diskutiert wie über Möglichkeiten, die Gesamtsituation zu verbessern. Die Länder haben zugesagt, die Flüchtlingsquote bis Jahresende zur Gänze zu erfüllen. Derzeit läuft allerorten die Suche nach ausreichend geeigneten Quartieren. (APA, 16.10.2014)

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