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Vernetzter Verkehr

19. Oktober 2014, 19:00

Staus und Unfälle lassen sich vermeiden, wenn Fahrzeuge miteinander kommunizieren

Je mehr Informationen zur Verfügung stehen, desto bessere Entscheidungen trifft man. Je früher die Informationen verfügbar und je besser sie aufbereitet sind, desto schneller kann man entscheiden. Was wie eine Binsenweisheit klingt, erweist sich in der konkreten Umsetzung als äußerst anspruchsvolle Aufgabe; vor allem, wenn es um so komplexe Systeme wie den Straßenverkehr geht. Umso lohnenswerter ist es, alle verfügbaren Technologien einzusetzen und miteinander zu verknüpfen, damit Verkehr möglichst reibungslos und sicher fließt.

Von der Faltkarte zum Navi, vom Navi zum kooperativen Verkehrssystem

Die alte Faltkarte hat längst ausgedient. Die meisten Autofahrer sind heute schon mit Navis unterwegs. Diese liefern neben Kartenmaterial und Routenoptionen auch ein ungefähres Bild der aktuellen Verkehrslage, das über verschiedenste Wege ermittelt wird. TMC-Daten (Traffic Message Channel über UKW) stammen von der Polizei, Verkehrsclubs oder Staumeldern. Andere Hersteller integrieren Daten, die von Sensoren an neuralgischen Punkten oder durch einzelne Autos gesammelt werden. Wieder andere verwenden aggregierte Informationen aus Mobilfunknetzen.

In Zukunft werden in Autocockpits noch viel mehr Informationen zur Verfügung stehen. Neue Automodelle haben bereits eine Vielzahl von Sensoren eingebaut, die neben der Geschwindigkeit auch den Abstand zu anderen Fahrzeugen, die Temperatur der Fahrbahn oder die Lichtverhältnisse messen. All dies hilft den Lenkern, ihr Fahrverhalten darauf abzustimmen, allerdings einzig bezogen auf die nähere Umgebung. Bei kooperativen Systemen kommunizieren Fahrzeuge untereinander (V2V – Vehicle-to-Vehicle) und mit der Infrastruktur (V2I – Vehicle-to-Infrastructure); in Kombination nennt sich das dann V2X. Das Ergebnis ist ein präzises Bild über die Verkehrslage. Und zwar so präzise, dass sich Fahrzeuge vollkommen autonom durch den Verkehr bewegen können. Prototypen derartiger Roboterfahrzeuge haben sich im Praxistest bereits bewährt. General Motors hat sogar schon angekündigt, in den nächsten Jahren Autos mit der entsprechenden technischen Ausstattung auszuliefern.

Standardisierung, Forschung und Pilotierung

Die Grundlage für die Vernetzung sind Standards, die für alle Elemente in diesem System gelten. Mit diesen V2X-Standards können Autos untereinander kommunizieren und sich gegenseitig warnen. Die Lenker wissen so schon über einen Unfall Bescheid, bevor sie etwas davon sehen. Gleichzeitig erhalten sie auch Informationen, die von Sensoren entlang der Strecke erfasst werden. Als Übertragungstechnologie dient die 5,9 GHz Dedicated Short Range Wireless-Kommunikation (DSRC), die speziell für Zweiweg-Kommunikation ausgelegt ist. Kapsch engagiert sich in zahlreichen Forschungs- und Pilotprojekten, in denen verschiedene Aspekte dieser kooperativen Systeme getestet und bis zur Marktreife entwickelt werden. Bei dem kürzlich in Detroit stattgefundenen ITS World Congress, der größten Konferenz der Branche, hat das Unternehmen erstmals eine komplett integrierte Lösung gezeigt. Zu dieser zählt neben den entsprechenden Geräten in den Fahrzeugen und den Sensoren entlang des Weges auch eine zentrale Plattform, in der alle relevanten Daten zusammenlaufen und verarbeitet werden.

Die nächsten Schritte

Es wird noch einige Zeit dauern, bis V2X-Systeme in größerer Flächendeckung verfügbar sind. Es ist allerdings auch gar nicht nötig, dass alle Fahrzeuge mit dieser Technologie ausgestattet sind. Experten gehen davon aus, dass eine kritische Masse von etwa 10 % genügt, um ausreichend Informationen für intelligente Verkehrssteuerung zu generieren. Diese können anderen dann über digital gesteuerte Leitsysteme zur Verfügung gestellt werden.

  • Prototyp eines autonomes Fahrzeuges bei der ITS World in Detroit
    foto: kapsch

    Prototyp eines autonomes Fahrzeuges bei der ITS World in Detroit

  • Durch intelligente Vernetzung erhalten Autolenker mehr Informationen
    foto: kapsch

    Durch intelligente Vernetzung erhalten Autolenker mehr Informationen

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