Bond Basket-Zertifikat

16. Oktober 2014, 08:12
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Fünf Währungen in zehn Fremdwährungsanleihen

Vor einem guten Jahr erschütterte die Ankündigung der US-Notenbank, ihre monatlichen Anleihekäufe drosseln zu wollen und den Anfang vom Ende des billigen Geldes einzuläuten, die Emerging Markets. Aktien, Anleihen, Währungen – sämtliche Assetklassen wurden verkauft. Wer sich nicht aus der Ruhe bringen ließ oder in den Tagen der panikartigen Verkaufswellen sogar noch zugegriffen hat, freut sich heute über die Performance seines Portfolios. Abseits von politischen Sondersituationen (wie etwa Russland und Argentinien) konnten sich die Emerging Markets im Vergleich mit den entwickelten Märkten gut behaupten. Wer die Schwellenländer nach einem schwachen Start in 2014 für die beiden nächsten Jahre mit verbesserten Leistungsbilanzen auf Wachstumskurs sieht und zudem diversifiziert auf eine Aufwertung der Wechselkurse setzen möchte, der könnte zum Vontobel Emerging Market Bond Basket (ISIN DE000VZ6SBE2) greifen.

Fünf Währungen in zehn Fremdwährungsanleihen

Das Zertifikat bildet die Entwicklung von insgesamt zehn Fremdwährungsanleihen internationaler Emittenten ab, deren Kupons von 3,85 bis 10,5 Prozent reichen und deren längste Laufzeit im Juli 2019 endet. Jeweils zwei Anleihen lauten auf Brasilianischen Real (European Investment Bank, International Bank for Reconstruction and Development), Mexikanischen Peso (America Movil, General Electric Capital) und Chinesischen Yuan (Baosteel Group, Bank of China), Indische Rupie (Inter-American Development Bank, International Finance Corp.) sowie Indonesische Rupiah (African Development Bank, Export-Import Bank Korea).

Die Zinszahlungen der Komponenten werden nicht etwa in Form von Kupons ausgeschüttet, sondern in die ausschüttende Anleihe reinvestiert. Somit kommt es während der Produktlaufzeit zu keinerlei Zahlungsströmen für Investoren; stattdessen werden sämtliche Anleihebestände am finalen Bewertungstag, dem 22.02.17, verkauft. Alle in Euro umgetauschten Verkaufserlöse bilden dann den Rückzahlungswert des Zertifikats. Sollten die Währungen im Schnitt gegenüber dem Euro aufgewertet haben, wird ein Gewinn verbucht – bei einer Euro-Aufwertung entstehen Kapitalverluste. Der Ausgabepreis bei Zeichnung bis zum 23.10.14 beträgt 1.000 Euro (inkl. 1,5 Prozent Ausgabeaufschlag); pro Laufzeitjahr werden außerdem 0,25 Prozent Managementgebühr fällig.

ZertifikateReport-Fazit: Risikobereite Investoren übernehmen neben den typischen politischen und konjunkturellen Risiken der volatilen Emerging Market-Währungen auch die Ausfallrisiken der Anleiheschuldner. Mit fünf Währungen und zehn Emittenten können auch kleinere Beträge effizient "gestreut" werden – da die Emerging Markets aber oft "im Gleichschritt" laufen, sind die Risiken nicht gänzlich diversifizierbar.

Walter Kozubek ist Mitarbeiter des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.
Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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