US-Ölpreis erstmals seit 2012 unter 80 Dollar

16. Oktober 2014, 14:08
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Ölmärkte sorgen sich um hohes Angebot

Wien - Der Ölpreis hat sich am frühen Donnerstagnachmittag weiter verbilligt, im Verlauf sank der Preis je Barrel erstmals seit Sommer 2012 unter 80 Dollar je Barrel. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 80,10 Dollar und damit 0,78 Prozent weniger als am Mittwoch. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 82,80 Dollar gehandelt.

Die Rohstoffanalysten der Commerzbank sehen die fortgesetzte Talfahrt der Ölpreise in den Konjunktursorgen der Anleger und den weiter steigenden Lagerbeständen begründet. Aus den jüngsten Zahlen zu den US-Rohölvorräten schlussfolgern die Experten, dass die USA den jüngsten Preisverfall für verstärkte Ölimporte genutzt hatten. Dadurch habe sich aber das Überangebot am US-amerikanischen Markt weiter verschärft. Die erhöhe auch den Druck auf die Schieferölproduzenten in den USA, die sich laut den Commerzbank-Analysten "an der Schwelle der Rentabilität" befinden.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.241,00 Dollar und damit höher zum Mittwochnachmittags-Fixing von 1.237,50 Dollar. Der Goldpreis wird dabei von der grassierenden Unsicherheit der Anleger unterstützt. Die wachsenden Konjunktursorgen und zahlreichen geopolitischen Krisenherde lassen Investoren verstärkt auf "sichere" Anlagen wie Gold umschichten. Hingegen rutschen die Industriemetalle befeuert von den Wachstumssorgen immer tiefer in die Verlustzone, Blei stach dabei mit einem Verlaufsminus von über vier Prozent negativ hervor. (APA, 16.10.2014)

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