Das beste Stück ... nachgefragt bei Fabio Giacobello

Kolumne19. Oktober 2014, 15:55
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Michael Hausenblas fragt Fabio Giacobello vom Wiener Restaurant Fabios, warum dessen Brille etwas Besonderes sein soll

"Klar haben viele Leute eine Brille, aber in meinem Fall ist die Geschichte schon ein wenig anders. Ich war nämlich lange viel zu eitel, um eine Brille zu tragen, dachte mir, das sieht so brav aus. Ich hab allerdings so schlecht gesehen, dass ich die Namen auf den Reservierungen nicht mehr entziffern konnte.

Dann kam diese Brille. Man könnte sagen, sie musste zu mir. Ich hab sie bei einem Brillenhändler gleich hier um die Ecke im ersten Bezirk entdeckt. Das Besondere an ihr ist, dass sie eigentlich gar nicht für den österreichischen Markt bestimmt war, ich musste sie dem guten Mann also abschwätzen.

Das war vor zwei Jahren. Inzwischen hab ich das Modell von Tom Ford sogar in drei Farben, in Schwarz, Braun und so einem Grünton. Damit konnte ich meine Eitelkeit überwinden, und das, obwohl das Design eigentlich etwas klobig ist, so im Style à la 'italienischer Opa'.

Anfangs fragten die Leute: 'Na Fabio, machst jetzt einen auf Intellektuellen?' Und ich sagte: 'Nein, ich bin sonst einfach nur blind.' Aber eigentlich ist sie sehr gut angekommen und meine ständige Begleiterin." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 17.10.2014)

Das Restaurant Fabios befindet sich im ersten Wiener Bezirk, Tuchlauben 6.

  • Dieses Brille musste ich dem Brillenhändler abschwätzen - sie musste einfach zu mir.
    foto: nathan murrell

    Dieses Brille musste ich dem Brillenhändler abschwätzen - sie musste einfach zu mir.

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