Laborexperiment bestätigt Hawking-Strahlung - In Kalifornien ist ein Erdbeben überfällig - Pflanzen nehmen mehr CO2 auf als bisher gedacht

14. Oktober 2014, 18:44
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Laborexperiment bestätigt Hawking-Strahlung

Haifa - 1975 behauptete der britische Physiker Stephen Hawking, dass aus Schwarzen Löchern, die alles inklusive Licht verschlucken, bestimmte Strahlungen entweichen könnten. Beobachtet wurde diese Hawking-Strahlung indes noch nie. In fünfjähriger Arbeit baute Jeff Steinhauer am Technion in Haifa eine Art akustisches Schwarzes Loch im Miniaturformat - nämlich aus Rubidium-Atomen, die er auf weniger als ein milliardstel Grad über dem absoluten Nullpunkt abkühlte. Der Physiker brachte die eng gepackten Atome des Bose-Einstein-Kondensats dazu, sich schneller als Schall zu bewegen. Schallwellen in Gegenrichtung müssten eigentlich darin gefangen bleiben - ähnlich wie Licht jenseits des sogenannten Ereignishorizonts. Wie Steinhauer in Nature Physics schreibt, ließ sich tatsächlich ein akustisches Analogon der Hawking-Strahlung beobachten. (red)

Abstract
Nature Physics: "Observation of self-amplifying Hawking radiation in an analogue black-hole laser"

Link
Bericht in Nature: Hawking radiation mimicked in the lab

In Kalifornien ist ein Erdbeben überfällig

San Francisco - Es sind keine guten Nachrichten, die US-Forscher für Kalifornien haben. Der US-Bundesstaat gilt als besonders bebengefährdet, denn entlang der San-Andreas-Verwerfung schrammen zwei Erdplatten aneinander vorbei und bauen an bestimmten Punkten immer wieder kritische Spannung auf. Eine neue Studie im Bulletin der Seismologischen Gesellschaft Amerikas berichtet von jüngsten Messungen, die ergeben hätten, dass sich an einigen dichtbesiedelten Abschnitten in der Bucht von San Francisco ein bedrohliches Potenzial für schwere Erdbeben aufgestaut habe. (red)

Link
Bulletin of the Seismological Society of America

Pflanzen nehmen mehr CO2 auf als bisher gedacht

Washington - Einige Klimamodelle überschätzen den Anteil des Treibhausgases Kohlendioxid geringfügig, aber beständig. US-Forscher haben nun eine Erklärung: Ihren Berechnungen zufolge nahmen lebende Organismen, also insbesondere Pflanzen, zwischen 1901 und 2010 um 16 Prozent mehr CO2 auf als bisher angenommen, wie die Forscher in der Fachzeitschrift PNAS berichten. (tasch)

Abstract
PNAS: "Impact of mesophyll diffusion on estimated global land CO2 fertilization"

(DER STANDARD, 15.10.2014)

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