Mittwoch: Deutsche Lokführer streiken wieder

15. Oktober 2014, 13:12
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Seit 14 Uhr stehen die Züge für 14 Stunden still - Zugausfälle schon in der Früh

Berlin - Die Fahrgäste der Deutschen Bahn trifft am Mittwoch der zweite bundesweite Lokführer-Streik in acht Tagen. Bereits seit Mitternacht galt ein eingeschränkter Fahrplan im Fernverkehr, zahlreiche Züge fielen aus. Der eigentliche Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL begann um 14 Uhr und sollte bis 4 Uhr am Donnerstag dauern. Dann sollten flächendeckend die Züge stehen bleiben, im Fern- und Regionalverkehr wie auch bei den S-Bahnen. Auch nach dem Ende des Streiks dürfte es Zugausfälle und Verspätungen geben.

Wenig Auswirkung auf ÖBB

Der Streik bei den deutschen Lokführern hat auf die ÖBB nur "sehr begrenzte Auswirkungen", erklärten die ÖBB am Mittwoch. "Dort, wo Züge nicht an die Deutsche Bahn übergeben/übernommen werden können, werden Ersatzmaßnahmen ergriffen", hieß es. Tickets, die vom Streik betroffen sind, würden ohne Stornogebühren erstattet.

In Salzburg sowie punktuell auch in Linz sollte den Kunden die etwaige Wartezeit mit einer kleinen Süßigkeit und einem Kaffeegutschein erleichtert werden. Der ICE-Verkehr über Passau sollte in Österreich planmäßig erfolgen, Teilausfälle innerhalb Deutschlands seien aber zu erwarten, hieß es. Die Railjets zwischen Wien und München (über Salzburg) sollten planmäßig fahren.

Fünf Prozent mehr Gehalt gefordert

Die Gewerkschaft will die Deutsche Bahn im Tarifkonflikt zu Zugeständnissen zwingen. Sie verlangt für die Lokführer fünf Prozent mehr Geld, zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit und will auch für das übrige Zugpersonal verhandeln. Die Bahn wiederum will verhindern, dass die Lokführergewerkschaft auch für Zugbegleiter, Bordgastronomen und Disponenten verhandelt und so in Konkurrenz zur Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft tritt. (APA, 15.10.2014)

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