Zwei Österreicher in Sotschi vorübergehend festgenommen

14. Oktober 2014, 15:51
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Steirer und Kärntner hatten Pässe verloren und Unfall verursacht - Konsulat ermöglichte Heimreise

Sotschi/Wien/Klagenfurt - Zwei Österreicher haben die Nacht auf Dienstag in einer Polizeiinspektion in der russischen Stadt Sotschi verbringen müssen. Einer von ihnen, ein 29-jähriger Steirer, hatte angeblich einen Unfall mit einem gestohlenen Auto verursacht und war festgenommen worden. Den zweiten, einen Kärntner, ließ die Polizei nicht gehen, weil er keinen Pass dabeihatte. Mithilfe des Konsulats kamen beide frei.

"Die beiden Österreicher sind wieder auf freiem Fuß. Einer Heimreise steht nichts mehr im Wege", sagte Außenministeriumssprecher Martin Weiss. Demnach ging es in dem Fall um Sachbeschädigung an einem Fahrzeug. "So, wie es jetzt aussieht, ist die Sache auch für die lokalen Behörden erledigt", sagte Weiss.

Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma

Die beiden Österreicher waren als Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma beim Formel-1-Grand-Prix in der vergangenen Woche in Sotschi tätig. Der Kärntner Thomas Guetz gab am Dienstag, noch auf der Polizeiinspektion und im Ungewissen über den weiteren Verlauf der Dinge, dem Radiosender Antenne Kärnten ein Interview, in dem er schilderte, wie er und sein Kollege in die missliche Lage gekommen waren.

Zuerst hätten die beiden den Rucksack mit den Reisedokumenten verloren, der Steirer sei später festgenommen worden. "Er hat vor lauter Angst vor der Polizei ein Fahrzeug gestohlen und ist mit dem gegen eine Bande gefahren", sagte Guetz in dem Radiointerview. (APA, 14.10.2014)

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