RTR-Chef warnt vor "Nachrang" für TV-Sender im Web

13. Oktober 2014, 17:05
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Grinschgl "massiv" gegen höhere Bandbreite für Geld - wie Netflix in den USA

Dienstag lädt die Rundfunk- und Telekomregulierung RTR fächerübergreifend zur Tagung über Netzneutralität. RTR-Mediengeschäftsführer Alfred Grinschgl sprach sich im Vorfeld "massiv" gegen Vorfahrt für zahlungsfreudige Anbieter aus.

"Wir wissen ja, dass Netflix in den Vereinigten Staaten Geld für die Internetprovider vorsieht, damit sie einen Vorrang zum Kunden haben", erklärte Grinschgl zuletzt bei der Feier der ersten zehn Jahre Fernsehfonds Austria. Für Europa warnte der RTR-Geschäftsführer vor solchen kostenpflichtigen Überholspuren.

Europa habe ein "komplett anderes Fernsehsystem und andere Nutzungsformen" als die USA. Viele deutschsprachige Produzenten seien durch langfristige Verträge an klassische Fernsehveranstalter wie ORF, ARD, ZDF, Sat.1 und RTL gebunden. All diese klassischen TV-Sender bieten selbst in TVtheken, Mediatheken oder etwa über die Plattform Maxdome zeitversetztes Fernsehen an. Grinschgl: "Vor diesem Hintergrund bin ich persönlich massiv dagegen, dass die Projekte der genannten Fernsehveranstalter keinen Vorrang sondern einen Nachrang zu den österreichischen Konsumenten haben!" (red, derStandard.at, 13.10.2014)

Die RTR-Tagung "Netzneutralität im Lichte der Konvergenz" findet Dienstag ab 13.30 Uhr im Novomatic Forum in 1010 Wien statt.

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