"Big Data": EU will den europäischen IT-Sektor pushen

13. Oktober 2014, 13:23
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2,5 Mrd. Euro für PPP-Projekt bis 2020 beschlossen - Kommissarin Kroes: "Europa hängt hinterher"

Die EU-Kommission will gemeinsam mit der IT-Industrie den Rückstand Europas im Bereich "Big Data" aufholen. So werden in einem Public-Private-Partnership-Projekt (PPP) von 2016 bis 2020 insgesamt 2,5 Mrd. Euro investiert, um die Entwicklung bei "Big Data" - dem Sammeln, Speichern und innovativen Auswerten riesiger Datenmengen - zu befördern.

"Wir wollen Europa beim globalen Datenrennen an die Spitze bringen", kündigte am Montag die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes in Brüssel an. 500 Mio. Euro des PPP-Projekts stammen aus dem EU-Förderprogramm Horizon 2020, die restlichen 2 Mrd. Euro von den privaten Partnern. Hierzu gehören Branchengrößen wie SAP, Orange, Siemens oder Atos, aber auch Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer-Institut.

Treibstoff

"Big Data ist der Treibstoff der Wirtschaft", umriss Kroes die Bedeutung des Sektors für den Kontinent: "Und Europa hängt hinterher. Jede Big-Data-Company kommt aus den USA." Europa sollte hierbei aber Mitspieler auf Augenhöhe sein. "Es ist nicht zu spät, aber wir müssen uns beeilen", unterstrich Kroes.

Kroes' Partner auf der Seite des privaten Sektors, Jan Sundelin als Präsident der "Big Data Value Association", unterstrich am Montag, dass bei der Gemeinschaftsanstrengungen auch kleine und mittlere Unternehmen beteiligt seien: "Wir wollen auch auf den Zug aufspringen." Die Wachstumsraten in Sektor Big Data seien weltweit enorm. Entsprechend bleibe man auch für weitere Partner beim Projekt offen. (APA, 13.10. 2014)

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