USA fordern Eurozone auf, Wachstum zu beleben

12. Oktober 2014, 08:29
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Jack Lew nimmt vor allem Länder mit hohem Außenhandelsüberschuss in die Pflicht

Washington - US-Finanzminister Jack Lew hat die Eurozone erneut zu Konjunkturmaßnahmen aufgerufen. Die europäischen Regierungen sollten auf kurze Sicht die schwache Nachfrage in ihren Ländern angehen und mittel- bis langfristig das Wachstumspotenzial erhöhen, forderte Lew bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington.

In einer im Voraus verteilten Mitteilung zum Treffen des IWF-Lenkungsausschusses am Samstag lobte er Europa zwar für die bisherigen Schritte im Kampf gegen die Konjunkturprobleme. Es müsse aber angesichts einer neuen Schwächephase mithilfe von finanziellen, geldpolitischen und strukturellen Mitteln mehr für das Wachstum getan werden.

Länder mit einem hohen Außenhandelsüberschuss - dazu gehört etwa Deutschland, nicht aber Österreich - rief Lew generell auf, mehr für die Binnennachfrage zu tun. "Die anhaltende Abwesenheit von stärkerer Binnennachfrage in größeren Volkswirtschaften mit hohem Überschuss wird das globale Wachstum weiterhin negativ beeinflussen", meinte er. Die USA selbst haben ein massives Handelsbilanzdefizit. (APA, 12.10.2014)

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