OSZE-Militärbeobachter für Ukraine werden in Österreich geschult

10. Oktober 2014, 22:05
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Verteidigungsminister Klug: Ausbildung in Kaserne Götzendorf "so gut wie fix"

Wien/Götzendorf - Österreich hat den Zuschlag von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) für die Ausbildung von bis zu 500 Militärbeobachtern für die Ukraine erhalten. Dies sei "so gut wie fix", sagte Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) der "Kleinen Zeitung".

"Es ist so gut wie fix, dass das Heer die gesamte Schulung der militärischen OSZE-Beobachter für die Ukraine übernimmt", sagte Klug dem Blatt für die am Samstag erscheinende Ausgabe. Der Bericht war am Freitagabend bereits auf der Website der "Kleinen" zu lesen.

Spezialausbildung

Bereits im November sollen demnach die ersten internationalen Beobachter in der Kaserne Götzendorf in Niederösterreich (Bezirk Bruck an der Leitha) ausgebildet werden. In den Spezialkursen sollen das richtige Verhalten vor Ort, etwa bei Geiselnahmen, oder Kommunikationsabläufen geübt und trainiert werden.

In der Ukraine sind mehr als hundert Experten im Auftrag der OSZE als unbewaffnete Beobachter unterwegs. Ziel ist es, dadurch für mehr Transparenz in der Krise zu sorgen. Die Überwachungsmission (SMM - Special Monitoring Mission) soll um 500 Beobachter aufgestockt werden. Prorussische Separatisten hatten heuer mehrere Militärbeobachter der OSZE als Geiseln genommen, sie kamen später wieder frei. (APA, 10.10.2014)

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