Netzsperren-Gegner demonstrieren vor VAP-Büro

10. Oktober 2014, 16:10
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Rund 40 Aktivisten warnten vor Beginn einer Zensur-Infrastruktur

Einem Aufruf der österreichischen Piratenpartei folgend fanden sich am Freitagnachmittag (10.10.) Gegner der Netzsperren in der Wiedner Hauptstraße ein, um gegen die jüngst in Österreich erstmals erlassenen Netzsperren gegen Filesharing-Seiten zu demonstrieren.

foto: derstandard.at/pichler

Ort des Geschehens war der Vorplatz der WKO-Zentrale, in welcher sich auch das Büro des Vereins für Antipiraterie (VAP) befindet, der die Netzsperren letztlich als Kläger durchgesetzt hatte. Rund 30 bis 40 Personen fanden sich ein, um bei der Kundgebung ihren Unmut kund zu tun.

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Leichte Friktionen gab es mit einem Wirtschaftskammer-Vertreter ob der Positionierung des Piraten-Infotisches, davon abgesehen gab es Seitens der WKO kein Einschreiten gegen die Demo. Kurz nach dem Beginn stattete VAP-Geschäftsführer Werner Müller der Kundgebung einen Besuch ab und unterhielt sich mit einigen Teilnehmern.

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VAP-Geschäftsführer Müller lässt sich mit Netzsperren-Gegnern ablichten.

Die Fronten blieben inhaltlich freilich verhärtet: Während der VAP Netzsperren weiter als adäquates Mittel zur Unterbindung von Urheberrechtsverletzungen betrachtet, warnen die Gegner vor einer Einschränkung der Meinungsfreiheit und der Etablierung einer Grundlage für eine künftige Zensurinfrastruktur. (Georg Pichler, derStandard.at, 10.10.2014)

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