Die meisten brauchen Mindestsicherung, weil der Lohn nicht reicht

10. Oktober 2014, 11:40
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Nur ein Viertel bezieht Mindestsicherung dauerhaft - Sozialminister will mit Ländern über Mindeststandards reden

Wien - Die durchschnittlich in Österreich ausgezahlte Mindestsicherung beträgt 310 Euro im Monat. Das gab Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) am Freitag bekannt. Ein Großteil der Bezieher erhält die Leistung demnach als "Aufstockung" zu einem anderen, zu niedrigen Einkommen, das für den Lebensunterhalt nicht reicht.

Die Bezugsdauer hält sich laut Hundstorfers Angaben in Grenzen: Im Schnitt beziehen Betroffene die Mindestsicherung acht Monate lang. Nur rund ein Viertel sind Dauerbezieher.

Ziel: Gemeinsame Standards aller Länder

Hundstofer will mit den Ländern über gemeinsame Standards bei der Mindestsicherung verhandeln. Kritik hatte es unter anderem von der Volksanwaltschaft gegeben, die etwa überbordend lange Bearbeitungszeiten von Anträgen moniert hatte. Im ersten Quartal 2015 will der Sozialminister die Verhandlungen aufnehmen.

Der ursprünglich für Herbst angekündigte Entwurf für die Teilpension wird auf Frühjahr 2015 verschoben. (red, derStandard.at, 10.10.2014)

  • Die meisten Bezieher von Mindestsicherung haben einen Job, die Bezahlung reicht aber zum Leben nicht aus.
    foto: dpa/oliver berg

    Die meisten Bezieher von Mindestsicherung haben einen Job, die Bezahlung reicht aber zum Leben nicht aus.

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