Hamilton beim Sotschi-Auftakt Schnellster

10. Oktober 2014, 11:17
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Brite im 2. Freien Training mit Tagesbestzeit - Marussia geht mit nur einem Boliden an den Startt

Lewis Hamilton hat zum Auftakt des ersten Grand Prix der Formel-1-Geschichte in Russland Tagesbestzeit erzielt. Der WM-Spitzenreiter aus Großbritannien durchraste mit seinem Mercedes die 5,853 Kilometer lange Strecke im Olympiapark von Sotschi am Freitag als einziger in unter 1:40 Minuten. Hamilton benötigte im zweiten Freien Training nur 1:39,630 Minuten.

Sein zehn Punkte zurückliegender WM-Verfolger und Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, der in der ersten Session am Vormittag auf Platz eins gefahren war, war mit 0,912 Sekunden Rückstand Viertschnellster. Mit einem Sieg eines der beiden Titelrivalen stünde Mercedes vorzeitig und zum ersten Mal als Konstrukteursweltmeister fest.

Zwischen das Silberpfeil-Duo schoben sich am Freitag McLaren-Pilot Kevin Magnussen und Fernando Alonso im Ferrari. Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel kam im Red Bull nicht über Platz neun hinaus.

Marussia mit nur einem Boliden

Der Rennstall Marussia wird aus Respekt vor seinem verunglückten Piloten Jules Bianchi nur mit einem Auto antreten. Das gab das Team am Freitag vor dem ersten Freien Training auf dem neuen Kurs in Sotschi bekannt. Man habe die Rennkommissare schriftlich darüber informiert, dass der zweite Wagen zurückgezogen wird.

Am Donnerstag stand noch Ersatzpilot Alexander Rossi (USA) auf der offiziellen Meldeliste des Internationalen Automobilverbandes. Das Team sei aber der Meinung, dass es angesichts der schwierigen Umstände angemessen sei, nur den Wagen mit Stammpilot Max Chilton einzusetzen. Die Crew von Bianchi baute ein zweites Auto auf, das laut Teamangaben sogar rennbereit sei, aber an diesem Wochenende in der Garage bleiben soll.

"Wir beten weiter für Jules"

Der am vergangenen Sonntag in Suzuka schwer verunglückte Bianchi befinde sich weiter in einem kritischen, aber stabilen Zustand, teilte Marussia mit. Der 25-jährige Franzose hat schwere Kopfverletzungen erlitten und kämpft im Krankenhaus von Yokkaichi um sein Leben. "Es wird ein sehr emotionales Wochenende für das gesamte Team, aber wir werden versuchen, es hinter uns zu bringen. Und wir beten weiter für Jules", sagte Chilton. (APA, 10.9.2014)

  • Jules Bianchi und Michael Schumacher fahren bei Nico Rosberg mit.
    foto: apa/ap/bruno

    Jules Bianchi und Michael Schumacher fahren bei Nico Rosberg mit.

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