Amazon eröffnet ein echtes Geschäft

10. Oktober 2014, 11:11
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Der umstrittene Internethändler sucht rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in Manhattan den direkten Kundenkontakt

New York – Für die Buchhandels- und Verlagsbranche ist Amazon derzeit eher ein rotes Tuch, nicht wenige fürchten um ihr Geschäftsmodell. Auf der Frankfurter Buchmesse ist der Onlineriese gar nicht vertreten, trotzdem gibt der US-Konzern dort den Takt vor. Zur weltgrößten Bücherschau hat Amazon wie erwartet und bekannt seine E-Book-Flatrate angekündigt. Beim mittlerweile auch in Österreich verfügbaren Dienst "Kindle Unlimited" sollen die Nutzer für einen monatlichen Betrag von 9,99 Euro Zugang zu einer Auswahl digitaler Bücher haben.

Erstmals direkter Kundenkontakt

Laut "Wall Street Journal" wagt der Internethändler nun aber auch den Kundenkontakt. Laut der Zeitung öffnet Amazon sein erstes Geschäft für Kunden noch vor Beginn der Weihnachtszeit in New York. Wie das Blatt unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, soll das Geschäft in Manhattan gegenüber dem Empire State Building einziehen.

Es werde als kleines Warenlager fungieren, Rücksendungen annehmen und das Abholen von Bestellungen ermöglichen, hieß es. Details wie die Größe des Geschäfts und der genaue Eröffnungszeitpunkt sind bislang nicht bekannt. Ebenfalls offen ist, ob es den Laden dauerhaft geben soll oder nur vorübergehend. Amazon-Vertreter waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Aktie des Konzerns lag im Handelsverlauf 1,9 Prozent im Minus in einem schwachen Umfeld. (APA/red, derStandard.at, 10.10.2012)

  • Bücher versenden: Das ist schon lange nicht mehr das alleinige Geschäft des US-Konzerns.
    foto: ap/corn

    Bücher versenden: Das ist schon lange nicht mehr das alleinige Geschäft des US-Konzerns.

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