Apple-Zulieferer GT schwieg auch vor Gericht zu Konkurs-Gründen

10. Oktober 2014, 08:22
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Anwalt berief sich auf Vertraulichkeitsabkommen

Der Apple-Zulieferer GT Advanced Technologies hat überraschenderweise auch vor Gericht zum Hintergrund seiner Pleite geschwiegen. Vertraulichkeitsabkommen mit dem iPhone-Hersteller machten es unmöglich, die Gründe öffentlich zu nennen, erklärte der GT-Anwalt am Donnerstag vor einem Konkursgericht im US-Staat New Hampshire.

Hohe Strafen drohen

Dem Zulieferer drohen nach dessen Angaben Strafen von 50 Millionen Dollar (39,54 Mio. Euro) je Verstoß. In einem ungewöhnlichen Schritt bat GT zudem, die Gerichtsakten unter Verschluss zu halten. Eine Entscheidung von Bundesrichter Henry Boroff dazu stand nach einer ersten, zweistündigen Anhörung zunächst aus.

Doch kein Saphirglas in iPhone 6

GT sollte eigentlich besonders kratzfestes Saphirglas für Apple-Produkte in einem Werk in Arizona herstellen, das der iPhone- und iPad-Hersteller mitfinanziert. Die Bekanntgabe der Pleite am Montag kam unerwartet. Der Zulieferer hatte eigentlich am Mittwoch angekündigt, man werde sich vor Gericht zum Hintergrund äußern. Apple hat sich über den Konkurs überrascht gezeigt. Experten spekulieren, dass die harte Politik der Kalifornier gegenüber den Zulieferern eine Rolle gespielt haben könnte. (APA, derStandard.at, 10.10.2014)

  • Die Apple Watch setzt auf Saphirglas - doch eigentlich hatte GT Advanced mit dem Auftrag für Millionen iPhone 6-Displays gerechnet. Jetzt ist das Unternehmen Pleite.
    foto: reuters/lam

    Die Apple Watch setzt auf Saphirglas - doch eigentlich hatte GT Advanced mit dem Auftrag für Millionen iPhone 6-Displays gerechnet. Jetzt ist das Unternehmen Pleite.

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