Kim Jong-uns Fernbleiben von Familiengrab nährt Spekulationen

10. Oktober 2014, 07:38
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Nordkoreas Staatschef gehörte nicht zu Würdenträgern, die am 69. Gründungstag der Arbeiterpartei das Mausoleum seines Großvaters und seines Vaters besuchten

Pjöngjang/Seoul - Nordkoreas Diktator Kim Jong-un hat am 69. Gründungstag der herrschenden Arbeiterpartei nicht wie üblich das Mausoleum seines Großvaters und Vaters, Kim Il-sung und Kim Jong-il, aufgesucht. Das geht aus einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Liste offizieller Würdenträger hervor, die daran teilgenommen haben.

Der Name des Staatschefs stand nicht auf der Liste. In den vergangenen beiden Jahren hatte Kim anlässlich der Jahrestagsfeiern der Parteigründung nach Mitternacht stets das Mausoleum aufgesucht.

Kein Auftritt seit einem Monat

Kim ist seit mehr als einem Monat nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und seine Machtstellung auslöste. Nordkorea hatte über das Staatsfernsehen lediglich ein "Unwohlsein" Kims eingeräumt. Wie es um ihn wirklich bestellt ist, war bisher unklar.

Die südkoreanischen Regierung geht aber davon aus, dass der junge Diktator nach wie vor unangefochten an der Macht ist. "Es scheint, dass Kims Herrschaft normal abläuft", sagte ein Sprecher des südkoreanischen Vereinigungsministeriums am Freitag. (APA, 10.10.2014)

  • Kim auf einem Archivbild.
    foto: reuters/kcna

    Kim auf einem Archivbild.

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