Mehr Menschen wegen Ebola unter Quarantäne gestellt

10. Oktober 2014, 06:03
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44-jährige Krankenpflegerin in Lebensgefahr

Madrid/Freetown/Conakry - Wegen der Gefährdung durch das Ebola-Virus sind in der spanischen Hauptstadt Madrid sieben weitere Menschen unter Quarantäne gestellt worden, sodass sich deren Zahl in der Nacht zum Freitag auf 14 erhöht hat. Die neuesten Vorsorge-Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Fall der 44-jährigen Krankenpflegerin Teresa Romero, die selbst in Lebensgefahr schwebt, teilte die Klinik Carlos III. mit.

Bevor bei Romero die Ebola-Erkrankung festgestellt wurde, hatte sie mehrere Tage lang Kontakt zu anderen Menschen ohne sonderliche Schutzmaßnahmen. Die Klinik stellte klar, dass ausschließlich bei Romero eine Erkrankung festgestellt worden sei. Alle anderen Quarantäne-Fälle seien als Vorsorgemaßnahmen zu verstehen. Dazu zählen auch zwei Friseurinnen und ein Hausmeister. Wie die Regionalregierung von Madrid am Donnerstag mitteilte, verschlechterte sich der Gesundheitszustand Romeros zuletzt dramatisch.

Gesicht mit Handschuh berührt

Romero ist der erste Mensch, der sich in Europa mit dem Virus infiziert hat. Sie arbeitete in der Klinik Carlos III., in der im August und September zwei spanische Missionare nach ihrer Rückkehr aus Westafrika an Ebola starben. Mit dem gefährlichen Virus infizierte sie sich ersten Erkenntnissen zufolge offenbar, weil sie beim Ablegen ihrer Schutzkleidung ihr Gesicht unbeabsichtigt mit einem womöglich infizierten Arbeitshandschuh berührte. (APA, 10.10.2014)

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