Xavier Naidoo verteidigt Auftritt vor rechter Szene

9. Oktober 2014, 21:10
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Sänger sprach bei Demonstration der "Reichsbürger" vor dem Reichstagsgebäude in Berlin

Mannheim - Nach seinem umstrittenen Auftritt vor einem rechtsgerichteten Publikum am Tag der deutschen Einheit hat sich der deutsche Popsänger Xavier Naidoo verteidigt. In einem Interview des Südwestrundfunks (SWR) sagte der 43-Jährige am Donnerstag: "Ich möchte auf Menschen zugehen. Auch auf 'Reichsbürger'. Auch auf die NPD. Das ist mir alles Wurst."

Der Sänger hatte am vergangenen Freitag bei einer Demonstration der "Reichsbürger" vor dem Reichstagsgebäude in Berlin gesprochen. Diese lehnen die staatliche Ordnung in Deutschland ab.

"Sind Systemkritiker wie ich"

"Die Frau Merkel kann sich auch nicht aussuchen, ob sie vor den Linken oder vor irgendjemandem spricht. Sie muss als Bundeskanzlerin vor allen sprechen", sagte Naidoo dem SWR-Politikmagazin "Zur Sache Baden-Württemberg!". Er behalte sich das Recht vor, sich "systemkritisch" zu äußern. "Und deswegen musste ich zu beiden Veranstaltungen hingehen - zu den Menschen der Mahnwachen und zu den Menschen, die sich Reichsbürger nennen, denn es sind alles Systemkritiker, so wie ich. Wir brauchen diese Meinungsfreiheit, um unsere doch nicht ganz massentaugliche Meinung zu sagen." (APA, 9.10.2014)

  • Xavier Naidoo bei seinem Auftritt mit den Söhnen Mannheims am Wiener Donauinselfest 2011.
    foto: apa/andreas pessenlehner

    Xavier Naidoo bei seinem Auftritt mit den Söhnen Mannheims am Wiener Donauinselfest 2011.

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