Bundessportförderung: Skiverband Nummer eins, Handball geht leer aus

Infografik9. Oktober 2014, 17:17
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Rangliste auf "transparenter" Basis soll Leistungsgedanken steigern - Top 25 partizipieren an vier Millionen Euro

Österreichs Ski-, Volleyball- und Wettkletterverband sind die großen Gewinner des am Donnerstag erstmals veröffentlichten Erfolgs-Rankings der Bundes-Sportfachverbände für die Fördervergabe 2015.

Die Rangliste, deren Top 25 ab 2015 in den Genuss von vier der 40 Millionen Euro für Leistungs- und Spitzensport kommen, untermauert den Anspruch, vom Gießkannen- zum Erfolgsprinzip überzugehen.

Als erstgereihter Verband hat der ÖSV damit Anspruch auf 429.300 Euro, Volleyball darf sich über 396.700 Euro, die Kletterer über 365.300 Euro freuen. Auch die dahinter folgenden Verbände der Schwimmer (335.300) und Rodler (306.700) partizipieren mit jeweils über 300.000 Euro. Der Fußballverband findet sich an sechster Stelle (279.300) wieder, noch vor Kanu (253.300), Segeln (228.700) und Bob/Skeleton (205.300). Verantwortlich für die Berechnung ist der Bundessportförderungsfonds (BSFF), der mit dem Bundessportfördergesetz 2013 ins Leben gerufen wurde.

Handball unter ferner liefen

Volleyball-Verbandspräsident Peter Kleinmann durfte über "das hervorragende Abschneiden" jubeln, er führte das gute Ergebnis nicht zuletzt auf die Erfolge der Beach-Volleyballer zurück. Nicht alle werden mit der Reihung freilich glücklich sein. So findet sich etwa der Handballbund (ÖHB), der in den vergangenen Jahren immer wieder bei Großereignissen vertreten war, nur an 36. Stelle und damit klar außerhalb der Top 25 wieder.

In die Wertung, die künftig jährlich vorgenommen wird, flossen Resultate der Jahre 2012 und 2013 bzw. bei den Wintersportarten der Saisonen 2012/13 und 2013/14 ein. "In Anlehnung an internationale Konzepte wurden in Zusammenarbeit mit den Experten aus dem Beirat für Leistungs- und Spitzensport objektive und transparente Kriterien zur Erfolgsbewertung der Fachverbände entwickelt", hieß es in der Aussendung des BSFF. Die erfolgsorientierte Vergabe "soll die Motivation fördern und die professionelle Arbeit für unsere SpitzensportlerInnen erhöhen", betonte die Vorsitzende der zuständigen Bundessportkonferenz, Astrid Stadler.

Auch Erfolge in der Nachwuchsklasse zählen

Neben Erfolgen in der Eliteelasse (Gewichtung: 1) werden auch Erfolge in der Nachwuchsklasse (Gewichtung: 0,75) berücksichtigt. Dabei werden Platzierungen in international anerkannten Weltranglisten, bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Weltcup-Gesamtwertungen, Junioren-Weltmeisterschaften, Junioren-Europameisterschaften sowie bei Youth Olympic Games einbezogen.

Zudem wird der Erfolg des Verbandes mit einem Faktor für die jeweilige Sportart gewichtet. Dieser Faktor wird durch sieben Einzelkriterien bestimmt, die die nationale und internationale Relevanz der Sportart abbilden. (APA, 9.10.2014)

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