EU-Kommission will weniger nationale Auflagen für Festnetzanbieter

9. Oktober 2014, 17:02
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Wettbewerbsbehörde: Kunden sollen sich vor steigenden Preisen nicht fürchten müssen

Festnetzanbieter in Europa sollen künftig mehr Freiheit zum Beispiel bei der Tarifgestaltung bekommen. Das hat die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel beschlossen. Die EU-Staaten hatten dem Vorhaben im Vorfeld zugestimmt.

Da viele Kunden heute auf Mobiltelefone oder Internet-Telefondienste wie etwa Skype auswichen, hätten Festnetz-Anbieter inzwischen gesunde Konkurrenz bekommen, erklärte die EU-Kommission. Immer mehr Kunden verzichteten hingegen auf einen Festnetz-Telefonanschluss.

"Neue Trends bedeuten neue Arten von Wettbewerb"

Steigende Preise seien daher nicht zu befürchten. "Neue Trends bedeuten neue Arten von Wettbewerb", sagte die EU-Kommissarin für Telekommunikation, Neelie Kroes.

Beinahe jeder dritte Haushalt in der Europäischen Union (31 Prozent) hat inzwischen ein Mobiltelefon, aber keinen Festnetzanschluss. Deutschland etwa liegt hier allerdings deutlich unter dem Schnitt: Hier trifft dies nur auf 8 Prozent aller Haushalte zu. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der EU-Kommission hervor. Die Brüsseler Behörde ließ dazu im Jänner mehr als 27.700 Personen in den 28 EU-Staaten befragen.

Auch für den Gebrauch der Netze etablierter Telefongesellschaften durch neue Anbieter soll der Staat weniger Auflagen machen. Die nationalen Aufsichtsbehörden haben nun bis zu drei Jahre Zeit, die Märkte zu liberalisieren. (APA, 09.10. 2014)

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