SUVs als maßlose Spritschlucker

Kolumne12. Oktober 2014, 15:07
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Sport-Utility-Vehicles als spritschluckende Monster zu sehen ist eine Fehleinschätzung mit wahrem Kern

Sport-Utility-Vehicles als spritschluckende Monster zu sehen ist eine Fehleinschätzung, wenngleich ein wahrer Kern dahintersteckt. Der Hang zur Zuspitzung in dieser Sache liegt wohl in der Vergangenheit, in der Sport-Utility-Vehicles direkte Abkömmlinge von Geländewagen waren.

Heute handelt es sich hingegen überwiegend um höhergestellte Varianten von Kompaktwagen und Kombis mit rein selbsttragender Karosserie. Als Beispiel das beliebteste Auto Österreichs: VW Golf. Für den Variant (Kombi) mit Benzinmotor und 122 PS wird ein Normdurchschnittsverbrauch von 5,3 l / 100 km angegeben. Für die SUV-Variante, den Tiguan, sind es 6,7 l / 100 km. In einer ähnlichen Größenordnung liegt auch der Familien-Van Touran und der nächstgrößere Kombi Passat. Ähnliche Verhältnisse treffen auch auf die Dieselmodelle zu.

Herkömmliche Logik

Das heißt, alles liegt im Rahmen herkömmlicher Logik: Autos mit höherem Gewicht und größerem Querschnittsverhältnis verbrauchen entsprechend mehr Sprit. Eine besondere Auffälligkeit von SUVs ist darüber hinaus nicht gegeben.

Was aber schon bemerkenswert ist: Beim normalen VW Golf ist es gelungen, die Normverbrauchswerte gegenüber 2011 bereits stark zu senken, während sie bei vielen anderen Modellen deutlich weniger gedrückt wurden.

Das heißt, der herkömmliche Golf steht als meistverkauftes Modell an der Spitze der Bemühungen, aber auch der neue Passat, der jetzt gerade präsentiert wird, kommt bereits in den Genuss erheblicher Verbesserungen. (Rudolf Skarics, DER STANDARD, 10.10.2014)

  • Autos mit höherem Gewicht und größerem Querschnittsverhältnis verbrauchen mehr Sprit - logisch.
    foto:apa/hans klaus techt

    Autos mit höherem Gewicht und größerem Querschnittsverhältnis verbrauchen mehr Sprit - logisch.

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