Weniger Frauen in deutschen Vorständen, mehr im Aufsichtsrat 

9. Oktober 2014, 13:56
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5,8 Prozent der Vorstandsmitglieder in 160 untersuchten börsennotierten Unternehmen sind weiblich - Frauenanteil in Aufsichtsräten bei 18,9 Prozent

Die gesetzliche Frauenquote gilt in Deutschland zwar noch nicht. Das Gesetz für eine gleichberechtigte Teilnahme von Männern und Frauen in Führungspositionen wirft aber schon seinen Schatten voraus. In den Aufsichtsräten steigt der Frauenanteil, in den Vorstandsetagen sinkt er.

Das geht aus einem aktuellen Index hervor, der vom Verein "Frauen in die Aufsichtsräte" (Fidar) in Berlin vorgestellt wurde. Danach sind aktuell nur 5,8 Prozent der Vorstandsmitglieder weiblich. Vor einem Jahr hatte dieser Wert noch deutlich über sechs Prozent betragen. "Bei einigen Unternehmen scheint die Botschaft noch nicht angekommen zu sein, dass ihre Reputation auf dem Spiel steht, wenn sie jetzt nicht für messbare Veränderungen sorgen", erklärte die Fidar-Präsidentin, Monika Schulz-Strelow.

Etwas besser sieht es in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen aus. Hier sind derzeit 18,9 Prozent der Posten mit Frauen besetzt. Vor drei Jahren waren es erst zehn Prozent. Experten vermuten, dass dieser Anstieg auch auf die Debatte um die für Anfang 2016 geplante Einführung einer Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte der größten deutschen Firmen zurückgeführt werden kann.

Laut dem aktuellen "women-on-board-Index" haben 31 der untersuchten 160 börsennotierten Unternehmen weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat eine Frau. Zu diesen "schwarzen Schafen" gehören unter anderem Puma, Hochtief und Sixt. (APA, 9.10.2014)

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