Street Event: Handsemmeln backen auf der Kärntner Straße

9. Oktober 2014, 11:09
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Am 15. Oktober verlegen Bäcker aus Niederösterreich und Wien für Slow Food ihr Handwerk auf die Straße

Sie ist goldbraun und der Inbegriff der Wiener Backkunst und des Wiener Frühstücks: die Handsemmel. Und sie steht auch in Zeiten industrialisierten Backens für Backshop-Ketten für handgemachte Qualität. Anno 1750 kam sie erstmals aus der Backstube von k. u. k Hofbäckermeister Kayser. Laut Überlieferung hat er der Kaisersemmel ihren Namen verliehen. Das Weißgebäck zählt seither zum urösterreichischen Kulturgut.

foto: standard/matthias cremer
Sie ist handgemacht und schmeckt dementsprechend gut: die Kaisersemmel.

Qualität statt Diskontware

Wie so eine duftende Köstlichkeit entsteht, führen Holzofenbäcker Helmut Gragger und Traditionsbäcker Horst Felzl aus Wien und der Waldviertler Meisterbäcker Erich Kasses auf Initiative von Slow Food Wien den Passanten am 15. Oktober auf der Kärntner Straße in Wien vor. Damit wollen die Initiatoren die traditionelle Bäckerkunst für die Konsumenten wieder sichtbarer und schmackhafter machen und mit regionaler Qualität punkten. Denn immer mehr kleine Bäckereibetriebe könnten mit den Großen nicht mehr mithalten. "Unsere Betriebe halten dem steigenden Kostendruck nicht mehr stand", bedauert Ingeborg Skoff-Salomon von der Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe. Diskonter trügen hier einen wesentlichen Anteil an der schwierigen Situation.

Unterstützt wird die Handsemmelbackaktion von Cuisino, den Gastronomiebetrieben von Casinos Austria, die gemeinsam mit Slow Food Wien bereits dreimal den Preis für das beste Lebensmittelhandwerk vergeben haben. (red, derStandard.at, 9.10.2014)

Wann: Mittwoch, 15.10., 11 bis 14 Uhr
Wo: Kärntner Straße 30, im Schanigarten der Casinos Austria

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