Drakonische Strafen drücken Bankengewinne

9. Oktober 2014, 11:00
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Besonders USA legen harte Gangart ein

Frankfurt am Main - Strafzahlungen drücken die Gewinne der Banken in Europa und den USA empfindlich. Insgesamt knapp 19 Mrd. Euro Strafen brummten die Behörden nach einer EY-Analyse den jeweils zehn nach Bilanzsumme größten Banken auf beiden Seiten des Atlantiks im ersten Halbjahr 2014 auf.

Dabei ging es um Verstöße gegen Börsenregularien oder staatliche Wirtschaftssanktionen, um Goldpreismanipulationen oder umstrittene Hypothekengeschäfte.

"Insbesondere die US-Behörden legen zurzeit eine härtere Gangart ein und verhängen zum Teil drakonische Strafen", erklärte der Bankenexperte des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY), Dirk Müller-Tronnier, am Donnerstag in einer Mitteilung.

Rekordstrafe für Bank of America

So musste die Bank of America wegen strittiger Hypothekengeschäfte aus den Jahren 2005 bis 2007 umgerechnet 6,9 Mrd. Euro zahlen. Der BNP Paribas brummten US-Behörden Geldstrafen über umgerechnet fast 6,6 Mrd. Euro auf, weil die französische Großbank nach ihrer Einschätzung bei Geschäften mit dem Iran, Kuba und dem Sudan US-amerikanische Handelssanktionen verletzt hatte.

Zudem machte den Banken in den ersten sechs Monaten des Jahres das extrem niedrige Zinsniveau zu schaffen. Die Nettogewinne der zehn größten europäischen Banken sanken nach der EY-Analyse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf insgesamt 14,7 Mrd. Euro. Die US-Konkurrenz musste Gewinneinbußen von insgesamt 32 Prozent hinnehmen, dennoch verdienten die zehn größten US-Banken zusammen mit umgerechnet 40,2 Mrd. Euro deutlich mehr. (APA, 9.10.2014)

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