20-Jährige in Salzburg erstochen

9. Oktober 2014, 08:59
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21-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen - Tatwaffe sichergestellt

Saalfelden - Eine 20-jährige Frau ist in der Nacht auf Donnerstag in einer Wohnung in Saalfelden im Salzburger Pinzgau getötet worden, sie wies laut Polizei Stichverletzungen auf und wurde im Badezimmer der Wohnung gefunden. Ein Tatverdächtiger, ein 20-jähriger Mann, sei in der Wohnung festgenommen worden, sagte Polizei-Sprecherin Irene Stauffer. Das Tatmotiv war vorerst noch unklar.

Gegen 1.00 Uhr haben Nachbarn der Wohnung eines Mehrparteienhauses im Ortsteil Uttenhofen die Polizei alarmiert. Das Rote Kreuz entsandte Sanitäter und einen Notarzt zum Tatort. Der Arzt konnte aber nur mehr den Tod der Frau feststellen.

Mit Messerstichen getötet

Als die Polizisten eintrafen, habe sich der Mann noch in der Wohnung aufgehalten, sagte die Polizei-Sprecherin. Er ließ sich offenbar widerstandslos festnehmen. Der 20-Jährige steht im Verdacht, die Frau mit Messerstichen getötet zu haben. Von der Staatsanwaltschaft wurde die gerichtsmedizinische Obduktion der Leiche angeordnet.

Vorerst herrschte noch Rätselraten darüber, ob es sich um eine Beziehungstat handelt. Ob der Tatverdächtige der Freund des Opfers war, wird noch ermittelt. Zumindest eines stand fest: "Die beiden kannten einander", erklärte Stauffer. Man müsse nun das Ergebnis der Einvernahmen abwarten.

Befragung des Tatverdächtigen

Die Kriminalbeamten waren am Donnerstagvormittag mit der Spurensicherung und der Befragung des Tatverdächtigen und von Zeugen beschäftigt. Sowohl die Getötete als auch der Verdächtige sollen aus dem Ort stammen. "Beide sind in Saalfelden wohnhaft", sagte die Polizei-Sprecherin.

Bei der Tatwaffe soll es sich um ein Küchenmesser handeln. In der Wohnung wurden mehrere Messer gefunden. Die Einvernahme des 20-jährigen Tatverdächtigen war am Donnerstagnachmittag noch nicht abgeschlossen. In einer ersten Einvernahme soll er die Tat bereits mündlich gestanden haben.

Nachbarn der Wohnung, in der sich die Bluttat zugetragen hatte, waren geschockt. "Jeder fragt sich, wie so etwas passieren kann", zeigte sich der Saalfeldener Bürgermeister Erich Rohrmoser (SPÖ) betroffen. Er kenne das Opfer und auch den Tatverdächtigen nicht persönlich. Die Gemeinde zähle immerhin 16.000 Einwohner, mit den Zweitwohnsitzen seien es 18.500. Falls die Familie des Opfers Hilfe benötige, "werden wir helfen", sagte Rohrmoser. (APA, 9.10.2014)

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