Fernostbörsen schließen schwächer 

10. Oktober 2014, 11:58
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Tokio - Unter dem Eindruck sehr schwacher US-Vorgaben sind die Leitbörsen in Fernost am Freitag einheitlich tief in den roten Bereich gerutscht. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 178,38 Zähler oder 1,15 Prozent auf 15.300,55 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 445,99 Zähler (plus 1,90 Prozent) auf 23.088,54 Einheiten.

Der Shanghai Composite sank 14,83 Punkte oder 0,62 Prozent auf 2.374,54 Punkte. Auch die Märkte in Singapur und Sydney verloren an Terrain. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.223,87 Zählern mit einem Minus von 35,38 Punkten oder 1,09 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 107,6 Zähler oder 2,03 Prozent auf 5.185,70 Einheiten.

Am Vortag hatten die Märkte Asiens mit Ausnahme in Japan von der Hoffnung auf eine noch länger dauernde lockere US-Geldpolitik profitiert. Am Freitag kehrte jedoch die Ernüchterung zurück. Grund waren Aussagen von US-Notenbankern. So erwartet der Chef der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, eine erste US-Leitzinserhöhung weiterhin im ersten Quartal 2015. "Die Märkte machen einen Fehler, wenn sie die Zinsprojektionen der Fed ignorieren", sagte er. Am Markt wurde nach dem jüngsten Fed-Protokoll erst Mitte 2015 mit einer Leitzinsanhebung gerechnet.

Unterdessen scheinen sich die Unruhen in China noch nicht zu beruhigen. Die chinesische Regierung hatte überraschend die für Freitag geplante erste Dialogrunde mit der Studentenbewegung über einen Ausweg aus der bisher größten Krise in der chinesischen Sonderverwaltungsregion abgesagt.

Außerdem hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die Bank of Japan aufgefordert, detaillierter ihre Strategien zu kommunizieren. Der IWF erwartet, dass die Bank of Japan ihre anversierte Inflationsrate von zwei Prozent kommendes Jahr nicht erreichen wird.

Unter den Einzelwerten in China sackten China Resources Power deutlich ab und auch die Titel von China Oilfield Services brachen ein.

In Japan verloren Rohstoffwerte kräftig. Sumitomo Metal Mining beispielsweise verbilligten sich um rund drei Prozent. Inpex sackten am Nikkei-Ende sogar um fast fünf Prozent ab. Außerdem taten sich die Titel von Pola Orbis besonders hervor. Das Kosmetikunternehmen hatte mit guten Geschäftszahlen überzeugt und die Aktien stiegen 2,49 Prozent an. Index-Primus mit plus 14,01 Prozent waren im Topix die Papiere von Airtech.

In Australien büßten Energie-Aktien im Zuge der sinkenden Ölpreise besonders kräftig ein. Sollten die Aktienkurse im australischen Markt weiter nachgeben, könnte dies aber bald wieder Schnäppchenjäger auf den Plan rufen, sagten Händler. (APA, 10.10.2014)

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