Fünf Tote bei neuer Gewalt in Zentralafrikanischer Republik

8. Oktober 2014, 18:42
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EU-Einsatztruppe stoppt bewaffnete Muslime in Bangui

Bangui - In der Zentralafrikanischen Republik hat es bei neuen Gewalttaten mindestens fünf Tote gegeben. Wie die UN-Truppe Minusca am Mittwoch mitteilte, warf in der Hauptstadt Bangui ein muslimischer Mann in der Nacht Granaten von seinem Motorrad auf eine Gruppe von Menschen und verletzte mehrere von ihnen. Nach einer Verfolgungsjagd hätten noch nicht identifizierte Täter den Mann getötet.

Am Morgen setzten Muslime demnach mehrere Häuser in Brand und töteten einen jungen Taxifahrer. Wegen der anschließenden Schießereien seien viele Anrainer in Panik ins Stadtzentrum geflüchtet. Die EU-Einsatztruppe in der Zentralafrikanischen Republik (Eufor RCA) habe bewaffnete Muslime gestoppt, die versuchten in den Norden der Stadt zu gelangen.

Fünf Tote

Nach Angaben der Regierung wurden mindestens fünf Menschen getötet: der Motorradfahrer, der Taxifahrer und drei Menschen, deren Leichen am Morgen auf der Straße gefunden wurden.

In Zentralafrika hatte das inzwischen offiziell aufgelöste muslimische Rebellenbündnis Seleka im März 2013 den damaligen Staatschef François Bozize gestürzt. Der Putsch zog das Land im Herzen Afrikas in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen. In dem Bürgerkrieg wurden tausende Menschen getötet. Ende August wurde eine Übergangsregierung gebildet. Dieser gelang es jedoch bisher nicht, das Ende Juli getroffene Waffenstillstandsabkommen zwischen den Bürgerkriegsparteien umzusetzen und die Gewalt einzudämmen. (APA, 8.10.2014)

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