Unternehmen sitzen auf viel Cash

8. Oktober 2014, 14:32
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Geldreserven von Unternehmen aus der EMEA-Region schwollen auf eine Billion Euro an

Wien - Die Geldreserven von Unternehmen aus der EMEA-Region (Europe, Middle East, Afrika) erreichen laut einer Deloitte-Studie einen neuen Höchststand. Hielten börsennotierte Unternehmen aus der EMEA-Region 2007 noch 700 Euro Milliarden an Barreserven, ist es heute fast eine Billion. Glaubt man der Studie, so planen 59 Prozent der großen Unternehmen rinrn Teil ihrer Reserven in den nächsten zwölf Monaten zu investieren. Im Fokus stehen dabei neue Technologien und Personalentwicklung. Die meisten Investitionen seien für Europa und Nordamerika geplant, dahinter erst kommen die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China), heißt es in einer Aussendung von Deloitte.

In der Cash to growth-Studie wurden die Kapitalstruktur und Investitionsbereitschaft der größten EMEA-Unternehmen untersucht. Neben der Auswertung von öffentlich zugänglichen Daten für börsennotierte Unternehmen hat Deloitte auch 271 Vorstände von Unternehmen in 14 Ländern befragt. 70 Prozent der Befragten gaben an, im Jahr 2014 einen Barüberschuss zu haben, bei 20 Prozent betrug dieser sogar über 250 Millionen Euro.

Geldreserven angespart

Börsennotierte Unternehmen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika haben Geldreserven von fast 1 Billion Euro (963 Mrd. Euro) angespart. Die 1.200 börsennotierten Unternehmen in dieser Region haben ihren Überschuss allein in den letzten zwölf Monaten um 47 Milliarden Euro erhöht, während der Gesamtbetrag seit 2007 um 250 Milliarden Euro gestiegen ist. Mehr als 75 Prozent dieser Summe entfällt auf 17 Prozent der Unternehmen.

Josef Schuch, WU-Professor und Partner Deloitte Österreich, fasst zusammen: "Unsere Studie zeigt, dass die großen Unternehmen ihre Hausaufgaben gut gemacht haben. Seit der Finanzkrise im Jahr 2007 hieß das Motto der Unternehmen 'Stay in Business!'. Also wurden die Bilanzen gestärkt. Nunmehr lautet die Devise 'Cash to growth', um im globalen Wettbewerb mithalten zu können." Alleine in den letzten vier Jahren seien 41 europäische Unternehmen aus den Global Fortune 500 gefallen. die Unternehmen müssten daher wachsen und dazu brauchen sie Geld. Durch das gedämpfte Wachstum in der EMEA-Region müsszen Unternehmen erheblich investieren – organisch und anorganisch – um ihre Ziele zu erreichen." (red, derStandard.at. 8.10.2014)

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