Google+: Soziales Netzwerk soll noch lange bleiben

8. Oktober 2014, 13:01
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Softwarehersteller betont sein ungebrochenes Engagement - Entwicklungteam so groß wie noch nie

Nach dem Abgang des langjährigen Google+-Chefs Vic Gundotra machten rasch Gerüchte die Runde, dass das Ende des sozialen Netzwerks naht. Denn auch wenn sich auf Google+ in diversen Spezialbereichen eine sehr aktive Community entwickelt hat, so blieb der Erfolg bei der breiten Masse an Nutzern bisher aus. In einem aktuellen Q&A mit Recode bereitet Gundotra-Nachfolger David Besbris nun sämtlichen Spekulationen eine deutliche Abfuhr: Google+ werde es noch lange geben.

Wachstum

Auch eine Reduktion des Engagements des Unternehmens rund um das soziale Netzwerk sei nicht geplant. Ganz im Gegenteil: Das Google+-Team sei so groß wie noch nie. Erst unlängst sei man in neue Büros im Google-Hauptquartier in Mountain View, Kalifornien übersiedelt. Und dies sei auch keine von außen auferlegte Umsiedlung gewesen, wie manche Beobachter zu wissen meinten, sondern eine bewusste Entscheidung.

Einschätzung

Ganz allgemein sei das Unternehmen sehr zufrieden mit den Fortschritten von Google+, wozu der Konzern auch Google+ Photos und die Hangouts zählt. Dies habe auch Firmenchef Larry Page immer wieder betont. Neben dem Fotobereich sieht Besbris vor allem die Video-Hangouts zu den großen Stärken von Google+.

Entkopplung

Auch wenn der aktuelle Chef des sozialen Netzwerks darauf bedacht ist, kein schlechtes Wort über seinen Vorgänger zu verlieren, so lässt er doch einen gewissen Unterschied in der Herangehensweise an die Verzahnung mit anderen Services durchblicken. So sei es ihm wichtig, dass nur jene Google+ nutzen, die das auch wirklich wollen. In der Vergangenheit war Google immer wieder vorgeworfen worden, dass man den Nutzern einen Google+-Account regelrecht aufzwinge. In den letzten Monaten hat das Unternehmen in dieser Hinsicht aber einige Korrekturen vorgenommen, zuletzt etwa das Anlegen eines Gmail-Accounts von Google+ entkoppelt. (apo, derStandard.at, 8.10.2014)

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    foto: google developers
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